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Eindringling schützen, so müssen wir einfach den obersten Teilder Fundamentmauer aus Beton mit einer Isoliereinlage (Asphalt-pappe) herstellen.
Beton ist ein Gemisch aus einem Teil gutem Zement, 14/sTeilen Sand und 7y 2 Teilen Kies und 'Wasser. Der gewöhnlicheMörtel erhärtet im Wasser nicht. Er eignet sich daher nur fürLuftbauten und heisst daher auch Luftmörtel. Setzt man derKalkmasse aber etwas Tonerde zu, so erhält man eine Masse, dieauch im Wasser zu einem felsenharten Körper erstarrt; das istWassermörtel oder Zement. Gegen Feuchtigkeit ist er undurch-lässig. In der Natur trifft man ihn selten und nur in kleinernLagern, so in der Nähe von Neapel. Der Zement unserer Bauleuteist durch die Kunst der Menschen hergestellt. Es ist ein Kunst-produkt. Drei Teile Kalkstein werden mit 1 Teil Ton durchSchlamm innig gemischt, zu Backsteinen geformt, an der Luft ge-trocknet und in dem Kalkofen geglüht. Mit Steinbrechmaschinenzerschlägt man die Stücke und zerreibt sie zu feinem Mehl, das maneine Zeitlang lagert, weil es hiedurch an Bindekraft gewinnt. Derso hergestellte Zement heisst Portland-Zement. Er bildet einschweres, graues Pulver, das mit Wasser angerührt bald zu einerfesten klingenden Masse erhärtet. Romanzement ist ihm ähnlich.
V. Auf dem Bauplatz.
1. Die Hebel.
1. Grosse Steinvorräte sind auf dem Bauplatz aufgehäuft. Essind zum Teil natürliche, zum Teil künstliche, vorn Ziegelbrennergefertigte Ziegel oder Backsteine. Die natürlichen Steine unter-scheidet der Steinhauer in weiche und feste. Weich nennt er die-jenigen, die sich leicht bearbeiten lassen, aber dennoch recht halt-bar sind. Hiezu rechnen wir alle verwendbaren Sandsteine. HarteBausteine sind die verschiedenen Kalksteine, die hiefür aus grossenBrüchen herbeigeschafft oder bei Erdaufschnitten ausgehoben undvorn Bauersmann auf Haufen gelegt werden, um später als Bau-steine hei Neubauten oder bei Reparaturen der Fundamentmauernzu dienen. Auch Urgesteine, Gneisse und Granite, werden gernehiezu verwendet.
Der Transport der Steine auf dem Bauplatz ist oft rechtschwierig. Blosse Menschenkraft reicht hier nicht aus. Die Bau-leute benutzen eine Eisenstange, legen einen Klotz als Unterlage