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Lehr- und Lesebuch für das achte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrat des Kantons St. Gallen
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durch den Magneten induziert; er selber ist also ein Magnet-induktionsstrom.

b) Lassen wir nun den Magnetstab in der Spule liegen undnähern wir dem einen Pol rasch ein Stück weiches Eisen, so schlägtdas Galvanometer ebenfalls aus. Den entgegengesetzten Ausschlagbeobachten wir bei Entfernung des Eisens. So wird also auchjedesmal bei Annäherung und Entfernung eines Stückes Eisen anden Pol eines Magneten sein Magnetismus gestärkt oder geschwächtund dadurch in der Spule, die ihn umgibt, ein Strom hervorgerufenoder induziert.

c) Kehren wir den Versuch in der Weise um, dass wir Strom-stösse in die Spule AB senden, so wird der Magnetismus im Stahl-magneten der Spule bald stärker, bald schwächer. Ein elastischesEisenblech vor den Polen wird daher bald angezogen, bald wiederlosgelassen. Wie der Magnetismus gleichsam wellenartig hin- undherwogt, schwingt auch die Platte; sie wellt den Stromstössenentsprechend hin und her. Auf diesen Induktionswirkungenberuht nun die Möglichkeit, mit dem elektrischen Strom Töne undSprache in die Ferne zu senden. Der Apparat hiezu heisst Telephon.

3. Das Telephon besteht aus einem Holz- oder Ebonitstück.

Innerhalb findet sich der Stabmagnet A B.Er trägt am Nordpol die Induktionsspule C.Anfang und Ende derselben führen nachKlemmen E und F. Von da geht die Luft-leitung nach der II. Station, wo sich eben-falls ein Telephon befindet. Vor dem Nord-pol befindet sich das elastische EisenplättchenJJ, das lakiert ist, damit es nicht rostet.Es ist nur am Rande befestigt. So kannes mit seiner Fläche leicht hin- und her-scliwingen. G ist das Mundstück, ein Schall-becher,

Zwei Telephone seien miteinander ver-bunden. Das zum Sprechen dienende Tele-phon heisst der Sender, das zum Hörenbestimmte heisst der Empfänger. Der Vor-gang der Übertragung ist folgender: ichspreche gegen das Mundstück des Senders.Dadurch entstehen Schallwellen. Diesesetzen die dünne Eisenplatte in Schwingungen. Dadurch nähert

Fig. 28.

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