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Volle Aehren : Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Solothurn : sechstes Schuljahr / bearbeitet im Auftrage des Erziehungsdepartementes, unter Mitwirkung der kantonalen Lehrmittelkommission, von Leo Weber und Josef Reinhart
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und luegt,'s jo nüt Lätzis git ...

I mach der's rächt, chausch rüejig sy!

Und teet i jedes Stück verhudle,do usse chönnt i nie go strudle!

weitz woll, was ^s mit däm Kcher isch.

veis hangt mer myner Läbtig a,

wo d' zue mer saisch, öb d'gange bisch ...

Oe wöllsch bei Totemaie ha,me sell der öppis anders lo:

L hampfle Grund vom hageloh ...

Und siüer ... fahr i's hageloh,

no chnnnt's mer allemol so vor

du müeßisch überdure cho ...

veis mit em Thillhof syg nit wahr! Trougo« m-y«-.

64. Die Vettlergemeinde.

Meine Mutter hatte bei ihrem Bruder die Gunst ausgewirkt,mich bei ihr behalten zu dürfen bis zur Bettlergemeinde, welchein wenigen Wochen stattfinden sollte. Ls war ein schöner Mai-morgen, als wir uns aufmachten nach unserem Heimatort. Schönblau war der Himmel, schön warm schien die Sonne, schön grünwaren die Matten; die Bäume blühten schön, und die vägeleinsangen so lustig und spielten so frei und froh mit einander inden Bäumen und Zäunen, daß es eine Herzenslust war.

Und während die fröhlichen vögelein so lustig sangen, so freisich lustig machten an der warmen Sonne, unter dem lieben hei-tern Himmel, zogen viele, viele Binder mit schweren herzen undtrüben Gesichtern der Bettlergemeinde zu; sie fühlten die warmeSonne nicht, sie sahen den blauen Himmel nicht; ihnen war's wieden vögelein, die man im lustigen Mai in die Bräze tut, in dieStube hängt und in einem Trägelein das Fressen ihnen sorgsamzumißt, welches sie früher unter Lust und Jubel nach Beliebenselbst gesucht.

Mir freilich war so trübe nicht zu Mut, eher war ich fröhlich,vie Mutter trug einen großen Bündel Zeug, hatte mir ein neues