sZ4. Der alte Landmann an seinen Sohn.
Üb' immer Treu und Redlichkeitbis an dein kühles Grab,und weiche keinen Finger breitvon Gottes Wegen ab!
Dann wirst du wie auf grünen Üu'ndurchs Pilgerleben gehn,dann kannst du sonder Furcht und Graundem Tod ins Lluge sehn.
Dann wird die Sichel und der Pflugin deiner Hand so leicht,dann singest du beim Wasserkrug,als wär' dir Wein gereicht. —
Dem Bösewicht wird alles schwer,er tue, was er tu';der Teufel treibt ihn hin und herund läßt ihm keine Kuh.
ver schöne Frühling lacht ihm nicht,ihm lacht kein ührenfeld,er ist auf Lug und Trug erpichtund wünscht sich nichts als Geld.
ver Wind im Hain, das Laub am Baumsaust ihm Entsetzen zu;er findet nach des Lebens Traumim Grabe keine Kuh.
üb' immer Treu und Redlichkeitbis an dein kühles Grab,und weiche keinen Finger breitvon Gottes Wegen ab?
Dann suchen Enkel deine Gruftund weinen Tränen drauf,und Sonnenblumen, voll von Vuft,blühn aus den Tränen auf.
Ludwig Höitg.