war schlechterdings unmöglich, ihm zu entkommen. Mechanischlegte ich mich platt in den Schlitten nieder und lieh mein Pferdzu unserem beiderseitigen Besten ganz allein agieren. Was ichzwar vermutete, aber kaum zu hoffen und zu erwarten wagte,das geschah gleich nachher. Der Wolf bekümmerte sich nicht immindesten um meine Wenigkeit, sondern sprang über mich hinweg,fiel wütend auf das Pferd, rih ab und verschlang auf einmal denganzen Hinterteil des armen Tieres, welches vor Schrecken undSchmerz nur desto schneller lief. Wie ich nun auf die Art selbst sounbemerkt und gut davongekommen war, so erhob ich ganz ver-stohlen mein Gesicht und nahm mit Entsetzen wahr, dah der Wolfsich beinahe über und über in das Pferd hineingefressen hatte.Kaum aber hatte er sich so hübsch hineingezwängt, so nahm ichmein Tempo wahr und fiel ihm tüchtig mit meiner Peitschenschnurauf das Fell. Solch ein unerwarteter Überfall in diesem Futteralverursachte ihm keinen geringen Schreck; er strebte mit aller Machtvorwärts; der Leichnam des Pferdes fiel zu Boden, und siehe!an seiner Statt steckte mein Wolf in dem Geschirre. Ich meinesOrts hörte nun noch weniger auf zu peitschen, und wir langten invollem Galopp gesund und wohlbehalten in St. Petersburg an,ganz gegen unsere beiderseitigen respektiven Erwartungen und zunicht geringem Erstaunen aller Zuschauer.
Eines Morgens sah ich durch das Fenster meines Schlafgemachs,dah ein groher Teich, der nicht weit davon lag, mit wilden Entengleichsam überdeckt war. Flugs nahn: ich mein Gewehr aus den:Winkel, sprang zur Treppe hinab, und das so über Hals und Kopf,dah ich unvorsichtigerweise mit dein Gesicht gegen die Türpfostenrannte. Feuer und Funken stoben mir aus den Augen; aber dashielt mich keinen Augenblick zurück. Ich kam bald zum Schuh;allein wie ich anlegte, wurde ich zu meinem grohen Verdrusse ge-wahr, dah durch den soeben empfangenen heftigen Stoh sogarder Stein von dem Flintenhahne abgesprungen war. Was sollteich nun tun? Denn Zeit war hier nicht zu verlieren. Glücklicher-weise fiel mir ein, was sich soeben mit meinen Augen zugetragenhatte. Ich rih also die Pfanne auf, legte mein Gewehr gegen daswilde Geflügel an und ballte die Faust gegen eines von meinenAugen. Von einem derben Schlage flogen wieder Funken genugheraus, der Schuh ging los, und ich traf fünf Paar Enten, vierRothälse und ein Paar Wasserhühner.