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wie hoch er das Holz, das höchstens zwei Taler wert sei, verkaufthabe, und tut sich auf seinen Streich etwas zu gut. Der Wirtaber meint, Franzosen wären auch Menschen, und ein Schelmen-streich wäre immer ein Schelmenstreich.
Darüber fährt der Bauer auf und behauptet: „Das Holzwar mein; ich konnte es so teuer verkaufen, wie ich wollte." DerWirt schweigt, und der Bauer trinkt den letzten Tropfen aus undfragt: „Was bin ich schuldig für Käse, Brot und Schnaps?" —„Drei Louisdor," versichert der Wirt.
Der Bauer glaubt seinen Ohren nicht trauen zu dürfen odereinen Scherz zu hören, bis der Wirt ganz ernsthaft wiederholt:„Drei Louisdor; ich nehm's auch in Silber. Brot, Käse undSchnaps waren mein, und ich kann dafür verlangen, was ich will,und wollt Ihr nicht zahlen, so ziehe ich Euern dicken Schimmelin meinen Stall und lasse ihn nicht eher wieder in Euren Karren,als bis Ihr bezahlt habt. Wollt Ihr das nicht, so verklagt michbeim Amtmann!"
Schnell eilt der Bauer ins Amt und klagt. Der Wirt, dergefordert und erst scharf angelassen wird, erzählt die Prellerei desBauern, und wie er dadurch zu seiner Forderung veranlaßt wordensei, um die Sache auf eine gute Art vor das Amt zu bringen.
„Bauer, Ihr zahlt dem Wirt die drei Louisdor!" entscheidetder gestrenge Herr Amtmann, und will der Bauer nicht noch insLoch, so muß er wirklich zahlen. „Nun, ich danke, Herr Amt-mann," sagte der Wirt; „haben Sie nun auch die Güte, von demGelde dem Bauer zwei Taler zurückzugeben und das übrige demarmen Franzosen wieder zuzustellen; für die Zehrung verlange ichnichts." So geschah es.
Weil man aber nicht alle Tage für drei Louisdor Käse ißt,so ward von der Geschichte noch viel gesprochen. Und so kam siedenn auch zu den Ohren des benachbarten Försters, der baldherausbrachte, daß der Bauer das Holz gestohlen hatte. Da hatteder doppelte Schelm noch einige doppelte Louisdor nötig, umseinen Frevel zu büßen.