sie blaßhell oder dunkelrot, bald weiß oder gelb.Immer verbreitet sie den lieblichsten Dust.
2. Wie die Kinder, will auch die Rosewachen und schlafen. Gegen Abend begebensich die Blumenblätter zur Ruhe. Sie ver-bergen sich in die schützende Hülle des Kelches.
In der ersten Frühe des folgenden Morgenserwachen sie wieder zu neuer Schönheit. So ^macht sie es mehrere Tage. Doch nach und ^nach fallen die Blätter ab oder sie werden !von: Winde weggetragen.
Die Rose wächst an einem Strauche. DieStämmchen desselben sind mit Dornen besetzt.Deshalb heißt das Sprichwort: Keine Rosenohne Dornen.
39. Die Rosen der heiligen Eli labet.
Die heilige Landgräfin Elisabet war eine uner- !müdliche Wohltäterin der Armen. Sie trug gerne ^
Lebensmittel in die Hütten derselben, ohne selbst die ^
rauhesten Wege zu scheuen. Einst begegnete ihr dabei !
Ludwig, ihr Gemahl. Er fragte sie, was sie unter I
dem Mantel trage. Elisabet antwortete scherzend:Rosen! Der Landgraf wünschte die Rosen zu sehen, !Elisabet öffnete lächelnd den Mantel und Ludwigerblickte anstatt der Speisen duftende Rosen. ZumAndenken an dieses Wunder wird die heilige Elisabet imit Rosen abgebildet.