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es dauert nicht lange." „Ach was!" erwiederte unmutig dieSchwester, „du störst einen immer. Mach, daß du weiter kommst!Ich habe jetzt anderes zu tun und habe keine Zeit für deinedummen Sachen." Walter ging darauf zur Mutter in die Kücheund klagte ihr sein Leid. Und lieb Mütterlein half, wie immer.
Nach einer halben Stunde erschien Walter wieder mit seinemRädlein. Das wirbelte lustig im Winde. Er zeigte es Mariemit leuchtenden Augen: „Schau, Marie, jetzt ist es fertig!" „Achmeinetwegen doch! Was habe ich denn von deinem Windhaspel!"war die barsche Antwort der Schwester. Walter steckte nun seinRädchen auf das Dach des Gartenhäuschens. Er freute sichüber das bewegliche Ding.
Wenige Tage später lag der Knabe in einem dunkelnZimmer krank. Seine Wangen waren heiß vom Fieber, under redete allerlei durcheinander. Traurig stand Marie an seinemBette. Auf einmal richtete sich der Knabe aus. Er winkte mitder Hand zur Stille und sprach dann hastig und leise: „St!st! Hört ihr mein Windrädchen? Weißt du noch, Marie, alsdu mir nicht helfen wolltest? Aber die Mutter hat mir geholfen.Hört ihr's wirbeln?"
Marie ging hinaus und weinte. Sie bereute schmerzlich,daß sie jenesmal dem guten Bruder seine Bitte nicht gewährthatte. Wie gerne hätte sie es jetzt getan! Walter baute keineWindrädlein mehr. Nach wenigen Tagen schloß er seine Augen,mit denen er einst seiner Schwester so freundlich zugelächelt.
A. Fisler.
63. Stallt und schwach.
Schmieds Gusti war um den Kopf grösser, als alleSchüler seiner Klasse. Beim Spiele galt er stets als ihrAnführer. Er bestimmte jeden Tag, was gespielt werdensollte, und seine Kameraden gehorchten ihm schweigend.So war er gleichsam ihr König geworden. Wenn abereinmal einer eine andere Meinung hatte, so gabs Händel.Dann blitzten Gustis Augen, und seine Faust drohte, dass.