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Lesebuch für das vierte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der Kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
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Fernrohren in den Himmelsraum hinein. Auch haben sie nochallerlei andere Instrumente, mit denen sie messen können.

Wenn wir an der Wandtafel den Mond so groß zeichnenwie ein kleines Samenkörnlein, dann müssen wir die Erde sogroß machen wie ein Maiskorn, die Sonne aber wie ein Ziffer-blatt am Kirchturm. - Auch der Mond scheint oft recht hell vomHimmel, besonders wenn seine Scheibe voll und rund ist: aberdennoch können wir ganz gut in seinen Glanz sehen. Viele Leuteund besonders Kinder tun dies gerne: sie wollen so schauen, obsie nicht den Mann im Monde entdecken können. - Das Mond-licht ist eben nicht so hell und blendend wie die Sonne. Der Mondhat, wie die Erde, kein eigenes Licht, sondern erhält es von derSonne. - Er bewegt sich am Himmelsgewölbe wie die SonNe,erscheint aber nicht immer gleich; seine Gestalt oder sein Aussehenverändert sich. Kehrt er uns seine ganze, von der Sonne be-schienene Hälfte zu, so sagen wir:Es ist Vollmond." Dieser wirdnun von Tag zu Tag kleiner, und nach sieben Tagen sieht mannur noch die linke Hälfte des Mondes erleuchtet, es ist erstesViertel: bann wird er sichelförmig und zwar schaut die Sichel nachrechts, (L ^ A = Abnahme.) Nach weiteren sieben Tagen istfast nichts mehr vom Monde zu sehen: rnan sagt:Es ist Neu-mond oder leerer Mond." Bald sieht man wieder eine schmaleMondsichel, die aber nach links schaut. (0 = 3 = Zunahme.)Abermals nach sieben Tagen sehen wir die rechte Hälfte desMondes erleuchtet: es ist erstes Viertel (Halbmond) und nachweiteren sieben Tagen ist wieder Vollmond. Don einem Vollmondzum andern, oder von einem Neumond zum andern, dauert es also28 Tage (genauer 29 Tage.) Sonderbar ist es, daß er alle Tageeine Stunde später erscheint: er verspätet sich jeden Tag. Daherkommt es, daß er hie und da am hellen Tage am Himmel steht.

lii). Hon der Zeiteinteilung.

Der tägliche Lauf der Sonne am Himmelsgewölbe regeltdie Tageszeiten: Morgen, Mittag, Abend, Nacht. Ihr Tageslaufdauert 24 Stunden, von Mitternacht bis Mitterncht oder zweimal