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als die andern Kinder, welche keine so kostbaren Kleider hatten.Ein älteres Mädchen, das gut und verständig war, erriet Gret-chens Gedanken und sprach zu ihm: „Wer auf seine Kleider undandere schöne Sachen sich viel einbildet, ist eitel. Hüte dich, liebesGretchen, vor Eitelkeit; denn die eiteln Menschen werden ver-lacht und verspottet."
Rein und ganz
gibt jedem Kleide Glanz. H. R. Rüegg.
29. Die Taube und die Müder.
1. Eine Mutter ging mit ihren Kindern spazieren. Der Wegführte durch eine Wiese. Da es kurz vorher geregnet hatte, warder Boden hin lind wieder noch naß. Die Kinder aber sahen nichtvor sich hin, sondern gafften umher und traten in Kot und Wasser.Bald waren Schuhe, Strümpfe und auch die Kleider ganz vollSchmutz.
2. Jetzt kamen sie an einen Bach und wollten eben darüberhingehen, als ein Täubchen hergeflogen kain. „Still", sagte dieMutter, „bleibet stehen und gebet acht! Das Tierchen will trinken."Die Taube kam jetzt näher; aber wegen des Regens war dasUfer des Baches weich und schmutzig. Da flog die Taube an eineStelle, wo Steine lagen, lind trat mit den Füßchen gar behutsamvon Stein zu Stein, bis sie an das Wasser kam und trinkenkonnte „Wißt ihr, warum das Tierchen es sv macht?" fragtedie Mutter. „Ei freilich," antworteten die Kinder, „die Taubetritt auf die Steine, damit sie sich nicht schmutzig macht."
3. „So ist es," sagte die Mutter, „und ihr schämt euch nichtvor ihr? Seht doch eure Schuhe und Kleider an! „Wie schmutzigsind sie! Wahrlich, das Tierchen ist reinlicher als ihr!" DieKinder waren beschämt und sagten: „Vergib uns, liebe Mutter!Wir wollen künftig auch reinlich sein wie die Taube."
H. R, Rüegg.
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