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Wie zu den acht Orten noch fünf hinzukamen.
Freiburg und Solothurn. Hundert und achtundzwanzigJahre lang bestand die Eidgenossenschaft aus acht Orten; dannkamen unter drei Malen noch fünf hinzu, und zwar die
ersten zwei Mal je zwei Städte unddas dritte Mal ein Land.
Das erste Städtepaar waren Frei-burg und Solothurn. Diese beidenOrte waren schon lange mit LernFreiburg Solothurn verbündet gewesen. Beim Ausbruchdes Burgunderkrieges hatten sie sich auf die Seite der Eid-genossen gestellt und ihnen getreulich geholfen, den Kampfgegen Karl den Kühnen zu bestehen. Nach dem Kriege be-warben sie sich bei den acht Orten um die Aufnahme inden Bund. Die drei Städte Zürich, Bern und Luzern warendafür, aber die fünf Länder Uri, Schwyz, Unterwaiden, Zugund Glarus waren dagegen; sie wollten keine Städte mehrin den Bund aufnehmen. Die Weigerung der Länder erbit-terte die Städte, und sie schlössen mit Freiburg und Solothurneinen Sonderbund. Dieses Vorgehen der Städte erbittertewiederum die Länder. Insbesondere waren sie über Luzernerzürnt, das beim Abschluss des Bundes mit den drei Wald-stätten versprochen hatte, ohne ihr Wissen und ihren Willenkeine anderen Bündnisse einzugehen. Gestützt auf diesen Artikeldes Bundesbriefes verlangten Uri, Schwyz und Unterwaiden,dass Luzern aus dem Sonderbund der Städte austrete. Luzernweigerte sich. Da ging ein Riss durch die Eidgenossenschaftwie damals, als Zürich einen Sonderbund mit Österreichgeschlossen hatte. Ein Bürgerkrieg stand bevor, nur ein vielschrecklicherer noch, als der alte Zürichkrieg einer gewesenwar. Im Ausland hiess es schon, die Eidgenossenschaft falleauseinander.
Noch einmal kamen die Boten der acht Orte zu einemEinigungsversuch in Stans zusammen. Drei Tage lang ver-