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Und Nacht anzuzeigen. Über 50’000 Arbeiter und Arbeiterinnenr Ühren sich mit Bienenemsigkeit. Da schneidet einer an einers Wnreich gebauten Maschine Zahnrädchen in runde Messing-scheibchen. Ein anderer dreht winzige Schräubchen. Ein dritterer tigt zierliche Zeiger. . Ein vierter malt von früh bis spätZifferblätter. Hier schafft einer Uhrgehäuse; dort ritzt einAnderer mit dem Gravierstift wundervolle Bildchen und Ver-zierungen in eine Schale. Zuletzt werden alle Teile kunstgerechtzusammengesetzt und die Uhr in Gang gebracht. Bis die Uhrzum Verkaufe bereit ist, haben wohl über hundert Arbeiterdieses oder jenes daran gemacht. Nicht bloss in den FabrikenWerden diese Arbeiten ausgeführt, auch daheim in der Wohn-s, ube. Alles hilft mit, Vater, Mutter und Kinder. Nicht umsonststeht im Wappen von Chaux de-Fonds ein gelber Bienenkorb^it ein- und aufliegendem Bienenschwarm. Wie sinnreich!Und ein Spassvogel hat einst behauptet, im NeuenburgerJ ura kommen die kleinen Kinder schon als gelernte Uhrmacherzur Welt.
Seidenbandweberei in Basel.
Walter Senn.
Schon vor fünfhundert Jahren begannen in Basel reicheKaufleute mit seidenen Bändern und Tüchern nicht bloss zuhandeln, sondern sie probierten auch, solche selbst zu weben.Uie Hüfte mit dem schweren Geldranzen gegürtet, das Schwertan der Seite, ritten die Seidenherren auf fest beschlagenenRossen über die Bergpässe von Graubünden oder über denQotthardpass bis hinab nach Mailand und kauften da einenlieblichen Vorrat von roher Seide. Dann kehrten sie nach^ er Heimat zurück; schwerbepackte Saumrosse schleppten^re angekauften Schätze nach. Ihre Reise war mit grossenGefahren verbunden. Bald drohte eine herabstürzende Lawine,Sle in die Tiefe zu reissen; bald überfiel sie ein schrecklichesUnwetter; bald wieder lauerten ihnen Räuber auf, so dass sie*hr Leben und ihr Eigentum mit dem blanken Schwerte ver-