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Ihr glücklichen Augen,
Was je ihr geseh'n,
Es sei, wie es wolle,
Es war doch so schön!
I. W. Goethe.
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Im Tunnel.
Christian Abplanalp, ein fünfzehnjähriger, kräftiger und geweckterBursche aus dem Berner Oberland, läuft von zu Hause fort, weil dieEltern ihn zwingen wollen, Schneider zu werben. Nach verschiedenen Fahrtenkommt er mit einer Gruppe von Italienern zum Bau der Iungfraubahnund zwar als „koeeia". So heißt eigentlich die Kugel eines italienischenVolksspieles; der Arbeiter nennt die Lausbuben so, weil diese wie eineKugel im Spiel überall herumgejagt werden. Nachfolgendes Stück bietetein Bild aus den Tunnelarbeiten am Eiger. Die weiteren SchicksaleChristens erzählt Nikolaus Bolt in dem Buche „Zvirrero".
Der Wagen hält, alle Arbeiter springen herunter, jederseine angezündete Laterne in der Hand. Die Mineuregreifen zu ihren Bohrern und Schlägern, nur die Bocciashaben weder Werkzeug noch Licht.
Der Aufseher schließt das Holzgitter auf, das die StationEismeer von der hereinragenden nackten Felswand trennt.
,,/rvanti! 6oraMo! In Gottes Namen wollen wir an-fangen!" ertönt die Stimme des Ingenieurs. Eine Laternein der Hand, tritt er auf die Wartenden zu.
Der Vortrieb des letzten Jahres ist noch da, etwa zweiMeter hoch. Holzleitern werden angestellt. Einige Arbeitersteigen hinauf. Andere klettern über die Absätze des Felsensauf die Straße. Mineure schleppen die Bohrsäulen und dieBohrmaschinen herbei und Kisten, durch die das elektrischeKabel läuft. Die Bohrmaschinen mit Luftschläuchen, wieRiesenschlagen, werden auf die Säulen gesetzt.
Der Ingenieur gibt Richtung und Höhe des Tunnelsan. Die Mineure bestimmen die sechzehn Stellen, an denen