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„Mach keinen Lärm, dann will ich dich nicht verklagen.Komm, wir wollen dem Bastei seine Bürden bringen.“
„Hundsdonner“, knirschte der Hans, „bist du nicht gescheit?Das sind meine Bürden; die hab' ich heut nur nicht mehr auf-laden können.“
„Darum hast du sie in der Kindleingrube versteckt undholst sie bei der Nacht?"
Da sah der Hans, daß er verraten war. Wütend zog er mitSami die Last ans Land. Es waren zwei schöne, sorgfältig ge-bundene Bürden.
„Du nimmst eine und ich eine“, befahl Sami, „und wenndu nicht mitgehst, so verrat' ich dich.“
Einen Augenblick trat der Hans dicht an Sami heran. SeineZähne knirschten.
„Prügeln hilft dir nicht“, sagte Sami, „es kommen höchstensLeute herbei, und du kriegst mich doch nicht unter; ich bin sostark wie du.“
Ja, das sah der Hans ein. Er mußte sich bequemen, eineBürde auf den Rücken zu nehmen und Sami voranzugehen. Sogingen die beiden Buben durch die stille Nacht. Ihre unbeschuhtenFüße traten geräuschlos auf; nur das Knistern der hinter ihnenherschleppenden Zweige begleitete sie wie eine geheimnisvolleMelodie.
Vor der Tür des Kronerschen Häuschens machten sie halt.
„So, jetzt kannst du gehen“, sagte Sami.
„Und du?“
„Ich bleib' da; 's möcht' sein, daß sich für die Bürden wie-der ein Abnehmer fände.“
„Am Ende nimmst du sie selbst mit heim", lachte der Hanshöhnisch.
Da hatte er eine Ohrfeige im Gesicht, daß ihm Hören undSehen verging. Er wollte sich rächen, aber ein Geräusch in derNähe hielt ihn ab.
„Ich gehe, wenn du mir versprichst, daß du das Maulhältst!“
„Dir versprach' ich nichts; ich hab' schon gesagt, ich werd'dich nicht verraten, elender Schlampel.“
Da ging der Hans.
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