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Lesebuch für die mittlern Klassen (4. und 5. Schuljahr) der Primarschulen des Kantons Solothurn
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Unter den Sehenswürdigkeiten nimmt die St. Ursuskirchedie erste Stelle ein. Sie überragt mit der prächtigen Kuppelund dem stattlichen Turm alle Häuser und Türme der Stadt.Die elf Glocken der Kirche bilden ein herrliches Geläute.

Viel älter als die St. Ursuskirche ist das Zeughaus miteiner merkwürdigen Sammlung alter Harnische und Waffen,mit alten Sclilachtenbildern und erbeuteten Kriegsfahnen. Andas Zeughaus reiht sich die Kantonsschule. Südlich davonsteht das Rathaus mit künstlicher Wendeltreppe und andernSehenswürdigkeiten. Am Marktplatz erhebt sich altersschwarzder Zeitglockenturm mit merkwürdigem Uhrwerk.

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Das Schulhans Hermesbühl.

Die öffentlichen Plätze sind mit schönen Brunnen geziert.Zwei eiserne Brücken führen über die Aare in die Vorstadtund nach dem Bahnhof Neu-Solothurn. Auf dem rechten Aar-ufer erhebt sich das Bürgerspital mit Raum für mehr als 100Kranke. Im neuen Quartier, westlich vorn Bieltor, sind dasBankgebäude und das Amthaus die Zierden des Amthaus-Platzes.Das Schylhaus auf dem Hermesbühl, eröffnet 1909, ist dasgrößte und schönste im Kanton. Nördlich der Stadt erhebensich der Saalbau und das Museum. Das letztere enthält reich-haltige Sammlungen von Gemälden, Altertümern, ausgestopftenTieren und Mineralien. (Siehe Kantonskunde). Außerdem findenwir in der nördlichen Umgebung der Stadt mehrere Klöster, einelandwirtschaftliche Schule, eine Rettungsanstalt für Mädchen,die Heil- und Pflegeanstalt Rosegg und viele prächtige Landsitze.