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was dc> vora, vom Jurawall
bis dort zu däine Lüglen all',
schön wie ne Garte mitten in,
das heißt ine 's Gau; du wohn'sch jo drin!
wie st die Dörfer hübsch und nett,
fascht, wie mes extra zirklet hätt;
vo grüene Matte wyt umgeh.
i ha's no niene schöner g'seh,
von Gbswald um und um bekränzt
und drüber us der Lhilchturn glänzt.
Sechs Dörfer z'nöchft ain Jurahang.drü an der Aar', sechs mitts im Lang.
Ich zeig st, säg', wie jedes heißt;denn hesch du 's ganze Gäu durreist!
Georg Spiegel.
39. Der Bezirk Ölten.
Er bestellt aus dem Stadtbezirk Ölten, aus dem Fridauer-amt und dem Amte Werd. Westlich von Ölten liegen amFuße des Jura die Ortschaften Wangen (mit Kleinwangen),Rickenbach und Hägendorf. Mitten im Tale liegenKappel und Gunzgen, an der Aare Boningen undFulenbach. Die Abhänge des Jura und Born sind trefflichangebaut. Zierden der Gegend sind die schönen Kirchen zuHägendorf und Wangen und die prächtige Lindengruppe mitder Bergkapelle auf dem Born. Die Teufelsschlucht in Hägen-dorf wird von vielen Naturfreunden besucht. Auf dem Aller-heiligenberg ist eine Heilstätte für Lungenkranke.
Unterhalb Ölten liegen zunächst Starrkircli undDu 11 iken; dann folgen Däniken, Gretzenbacli,Scliönenwerd und Wöschnau, diese vier alle nahe derAare und Eisenbahn. An der östlichen Abdachung des Engel-berges finden wir Weid, Grod und Eppenberg, südlichWalterswil und Rothacker.
Die Mittelpunkte des Gewerbsfleißes sind Ölten und Schö-nenwerd. In Ölten sind es hauptsächlich der Bahnhof und dieHauptwerkstätte der schweizerischen Bundesbahnen, wo Hun-derte von fleißigen Männern ihren Verdienst finden. In Schönen-werd ist es eine große Schuhfabrik, die über 2000 Arbeiterbeschäftigt.