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Lesebuch für die mittlern Klassen (4. und 5. Schuljahr) der Primarschulen des Kantons Solothurn
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16. Die I-orelle.

Am klaren Bach verweilen die Kinder gerne nnd sehen denFischen zu, die ini Wasser munter umherschwimmen. Weiteroben am Bach sitzt ein Fischer. Er hält die Angelrute in derHand und richtet unverwandt den Blick auf das Wasser. Jetztzuckt die Rute; er zieht aufwärts, und zappelnd hangt ein Fischan der Schnur. Da eilen die Kinder herbei, den Fang zu sehen.Weicht ein schöner Fisch! Wie Silber schimmern die Schrippen.Sein Rücken hat eine dunkelgrüne Färbung; die Seiterr sindgelbgrün und mit schwarzen oder rötlichen Flecken besät. DieBauchseite zeigt einen gelblichen Glanz.

Das ist eine Forelle," spricht freudig der Fischer.Sehet,sie atmet noch durch die Kiemen zur Seite des Kopfes; aber ihr

Auge ist starr in freier Luft. Sie hat mehrere Flossen, zweineben den Kiemendeckeln, drei am Bauche, eine große auf demRücken und eine Gabelflosse anr Schwanz. In: Maul sehet ihrdie spitzen Zähne am Rande der beiden Kinnladen; auch Gaumenund Zunge sind mit Spitzen besetzt. Die Forelle verzehrt nichtnur Mücken und Würmer, sondern auch kleine Fische und Fischeier.

Nun wollen wir sie in den wassergefüllten Behälter legen;denn nur im Wasser kann der Fisch leben; außer demselbenstirbt er bald. Die Forelle lebt nur in Bächen, Flüssen undSeen mit frischem, klarem Wasser. Wie ein Pfeil schießt siedurch dasselbe. Sie hat ein feines Gehör und Gesicht und einenscharfen Geruch. Wie sie jemanden am Ufer bemerkt, verbirgtsie sich eiligst. Wenn sie nach Mücken jagt, schnellt sie ziemlichhoch über das Wasser empor. Im Herbste laicht die Forelle,das heißt, sie legt eine große Menge Eier ins Wasser. Aus