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Lesebuch für die Mittel- und Oberklassen schweizerischer Volksschulen : enthaltend den stufenmässig geordneten Lernstoff für den vereinigten Sprach- und Realunterricht / von Gerold Eberhard
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6. Sonnenuntergang.

1. Wie geht so klar und munter die liebe Sonne unter!

Wie scheint sie uns so freundlich an von ihrer hohen Himmelsbahn!

2. Das ist so ihre Weise: sie wirket viel, doch leise.

Wer viel am Tage Gutes tut, der hat am Abend frohen Mut.

3. Auf allen ihren Wegen ist lauter Lust und Segen.

Sie hellt und wärmt die ganze Welt aus ihrem hohen Himmelszelt.

4. Jetzt geht sie froh und munter am Abendhimmel unter.

Bald steigt sie aus des Morgens Tor mit neuem Lebensglanz empor.

5. Drum wandelt frohen Mutes wie sie und tuet Gutes!

Dann schließt ihr fröhlich euern^ Lauf und steht frohlockend wieder auf.

(Krmmnachrr.)

NORD

od Mitternacht.

X

3. Himmelsgegenden.

Die Himmelsgegend, wo die Sonne zur Frühlings- undHerbst-Tag- und Nachtgleiche aufgeht, heisst Morgen oderOsten (0.) und die, wo sie an diesen Tagen untergeht, Abendoder Westen (W.) Die Himmelsgegend, in welcher wir dasganze Jahr hindurch hei heiterem Himmel zur Mittagszeit dieSonne erblicken,heisst Mittagoder Süd (S.).

Osten und We-sten liegen ein-ander gegenüber.

Dem Mittag liegtdie Gegend ge-genüber, in wel-cher wir uns dieSonne nachts um12 Uhr denkenmüssen, dieseheisst daher Mit-ternacht oderN orden (N.).

Alles, was nunnach der Morgen-

WEST

Abend.

odMittir

OSTodMor^en

Fig- 2.