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Seine Kameraden durften vor Scham kaum aufsehen; ihre Spöt-tereien verwandelten sich in Worte der Achtung, und von Stund anließen sie ihn in Ruhe. Der junge Mann aber stieg später von Würdezu Würde, ward endlich, auf Vorschlag des deutschen Kaisers, Karls V.,zum Papst erwählt und regierte, zwar nur kurze Zeit, unter dem NamenHadrian VI. Was aus den andern geworden ist, darüber gibt dieGeschichte keinen Ausschluß: aber hoffentlich auch etwas Rechtes.
M. Kiefer.
13. Handwerk hat einen goldenen Boden.
Nicht weit von einem gräflichen Schlosse hatte ein armer Nagel-schmied seine kleine Werkstätte, in der er vom frühen Morgen bis zumspäten Abend emsig beschäftigt war. Da aber das Dorf, in welchemer wohnte, der fürstlichen Residenz so nahe lag, so vermochte er beiseiner zahlreichen Familie nicht besonders vorwärts zu kommen. Denndie meisten Leute brachten sich ihren Bedarf an Nägeln aus der Haupt-stadt mit, wo sie dieselben billiger und besser bekommen konnten. DerSohn des Grasen, ein rüstiger, junger Mensch, kam bei seinen Spazier-gängen öfter an die Hütte des Nagelschmieds und hatte seine Freudean den umhersprühenden Funken; auch ergötzte er sich häufig an denmunteren Scherzen und drolligen Einfällen des biederen Handwerks-mannes, da er dergleichen in dem Schlosse seines Vaters nicht zu hörenbekam. Eines Tages, als der Schmied wieder bei seiner Arbeit stand,und der junge Herr ihm eine Weile zugesehen hatte, sagte jener:„Wie wär's, gnädiger Herr, wenn Sie es einmal versuchten; ich glaube,Sie könnten auch wohl einen Nagel zustande bringen. Schaden kann esIhnen nicht, und wer weiß, wozu es einmal nützt; Handwerk hat einengoldenen Boden." Der junge Graf zeigte sich bereit, einen Versuch zumachen, und obwohl es anfangs etwas langsam und unbeholfen ging, sokam er doch bald damit zustande und füllte später manche müßige Stundemit dieser Beschäftigung aus. Der Schmied aber achtete nicht seines Zeit-verlustes und hatte an den Bemühungen des Grafen seine herzliche Freude.
Als der Vater des jungen Herrn gestorben war, trat dieser diereiche Erbschaft an; bald aber brachen schwere Kriegsunruhen herein,so daß er genötigt war, sein Schloß zu verlassen. Die geringe Bar-schaft, welche er aus seiner Flucht mitgenommen, war bald verzehrt,und als er endlich in einem kleinem Dorfe eine sichere Zufluchtsstätte