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ich kann nicht sorgen und schaffen schwer;was thu’ ich noch auf der Welt?“
Seht ihr, wie der Blitz dort fällt?
Sie hören’s nicht, sie sehen’s nicht;es flammt die Stube wie lauter Licht.
Urahne, Großmutter, Mutter und Kindvorn Strahl mit einander getroffen sind.
Vier Leben endet ein Schlag, —
und morgen ist’s Feiertag! G Schwab.
142. Des Weibes Bestimmung.
Dienen lerne bei Zeiten das Weib nach ihrer Bestimmnng;
denn durch Dienen allein gelangt sie endlich znm Herrschen,zn der verdienten Gemalt, die doch ihr im Hanse gehöret.
Dienet die Schwester dem Bruder doch früh; sie dienet den Eltern,und ihr Leben ist immer ein ewiges Gehen und Kommen,
oder ein Heben und Tragen, Bereiten und Schaffen für andre.Wohl ihr, wenn sie daran sich gewöhnt, daß kein Weg ihr zn sauerwird, und die Stunden der Nacht ihr sind wie die Stunden des Tages,daß ihr niemals die Arbeit zu klein und die Nadel zu fein dünkt,daß sie sich ganz vergißt und leben mag nur in andern!
Gölhe.
143. Die Sonne bringt es an den Tag.
Gemächlich in der Werkstatt saß zum Frühstück Meister Nikolas ldie junge Hausfrau schenkt ihm ein; es war im heitern Sonnen-schein.
Die Sonne bringt es an den Tag.
Die Sonne blinkt von der Schale Rand, malt zitternde Kringelnan die Wand, und wie den Schein er ins Auge faßt, so spricht erfür sich, indem er erblaßt:
„Du bringst es doch nicht an den Tag."
„Wer nicht? Was nicht?" die Frau fragt gleich ; „was stierstdu so an? Was wirst du so bleich?" Und er darauf: „Sei still,nur still; ich's doch nicht sagen kann, noch will!"
Die Sonne bringt's nicht an den Tag.
Die Frau nur dringender forscht und fragt, mit Schmeicheln ihnund Hadern plagt, mit süßem und mit bitterm Wort; sie fragt undplagt ihn fort und fort:
„Was bringt die Sonn' nicht an den Tag?"