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Lesebuch für die obern Klassen (6., 7. und 8. Schuljahr) der Primarschulen des Kantons Solothurn
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Gerader Weg, gerades Wort,so witl's dein Mann gebühren;wer Ehre sich erwählt zum Hort,den kann kein Schalk verführen.

Nimm auf die Schultern Last und Müh'mit frohein Gottvertrauen,und lerne, wirkend spät und früh,den eignen Herd dir bauen!

Und liun ein letzter Sund eine letzte Bitte:Halt dich getreuzu deines Volkes

Halbhoch das Haupt, was dir auch droht,und werde nie zum Knechte;brich mit dem Armen gern dein Brotund wahre seine Rechte!

Treib' nicht mit heil'gcu Dingen Spottuiid ehre fremdeir Glauben,und last dir deinen Herrn und Gottvon keinem Zweifler rauben!

ruck der Hairdim fremden Land

Sitte!" I. Sturm,

153. Der Vater und die drei Söhne.

An Jahren alt, an Gütern reich,teilt einst ein Vater sein Vermögenund den mit Müh erworbnen Segenselbst unter die drei Söhne gleich.

Ein Diamant ists, sprach der Alte,

den ich für den von euch behalte,der mittels einer edlen Thatdarauf den größten Anspruch hat.

Um diesen Anspruch zu erlangen,sieht man die Söhne sich zerstreun.

Drei Monden waren schon vergangen,da stellten sie sich wieder ein.

Drauf sprach der älteste der Brüder:Hört, es vertraut ein fremder Mannsein Gut ohn einen Schein mir an;dem gab ich es getreulich wieder.

Sagt, war die That nicht lobenswert?Du thatest, Sohn, wie sichs gehört,ließ sich der Vater hier vernehmen.

Wer anders thut, der muß sich schämen;denn ehrlich sein, heißt uns die Pflicht.Die That ist gut, doch edel nicht.

Der andre sprach:Auf meiner Reisefiel einst ganz unachtsamerweiseein armes Kind in einen See;