224
nehmen; aber wenn wir mit einem guten Fernrohre denHimmelsraum durchforschen, so steigert sich ihre Zahl aufviele Millionen. Am dichtesten sind sie in jenem hellen Licht-gürtel, der in klaren Nächten über das Himmelsgewölbe sichhinzieht und Milchstraße genannt wird. Nach einerungefähren Schätzung enthält die Milchstraße wenigstens 18Millionen Sterne. Jeden Abend sehen wir, wie die Sterneim Osten aufgehen und, nachdem sie im Himmelsraume da-hingezogen sind, im Westen wieder untergehen. Der auf-merksame Beobachter wird jedoch finden, daß nicht alle Sterneuntergehen, sondern daß ein Teil derselben sich in einemKreise um einen bestimmten Stern herumbewegt, der jeder-zeit fast ganz stille steht; dieser Stern ist der Polarstern.Aber die Bewegung der Sterne ist nur eine scheinbare. DieDrehung der Erde um ihre Achse von Westen nach Osten
Waoe.
a,FtViiliru£s= c.Her&st Ja^undNackl^lei^e^Somersd.Wirde^Sonriem/Vfctuk.
ERD?. UM ßjg.
Stei.nl ock
Wo-ssermiS
fische.
HSSii
ist die Ursache, daß wir die Sterne von Osten nach Westengeben sehen. Am Nordpol der Erde sieht man diesen Sterngenau über dem Scheitel. Die Sterne, an welchen die Sonnevorbeizugehen scheint, bilden einen breiten Gürtel am Himmels-gewölbe, Tierkreis genannt. Diesen Gürtel denkt mansich nach den zwölf Monaten des Jahres in zwölf Teile ein-geteilt, und jeder Teil oder jedes Himmelszeichen hat seituralten Zeiten seinen bestimmten Namen. Diese zwölf Zeichenund Sternbilder heißen: Widder. Stier., Zwillinge, Krebs,Löwe, Jungfrau, Wage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wasser-mann und Fisch.