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Lesebuch für die obern Klassen (6., 7. und 8. Schuljahr) der Primarschulen des Kantons Solothurn
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Da die Zürcher in mehrern Gefechten geschlagen wurden,schloffen sie mit dem Erbfeind der Eidgenossen, mit Österreich, einSchutz- und Trutzbündnis. Infolge dessen kamen österreichische Truppenund Heerführer nach Zürich. Darüber in hohem Grade erzürnt,traten jetzt sämtliche Eidgenossen auf die Seite der Schwyzer underklärten 1443 an Zürich den Krieg. Es kam zur Schlacht beiSt. Jakob an der Sihl; die vereinigten Zürcher und Öster-reicher erlitten eine schwere Niederlage, und Stüssi fand den Tod.Nur mit Mühe vermochten die Zürcher ihre eigene Hauptstadt zuretten.

18. Die Ächlacht bei St. Jakob an der Birs.

Nach dem Siege bei St. Jakob an der Sihl verwüsteten dieEidgenossen das Gebiet von Zürich, nötigten das feste Greifen-de e, das sich fast vier Wochen lang tapfer verteidigt hatte, zurÜbergabe und ließen die 70 Mann starte Besatzung bis auf die letztenzehn hinrichten. Alsdann belagerten sie die Stadt Zürich.

Nun riefen die Österreicher den französischen König um Hilfean. Dieser sandte unter dem Kronprinzen Ludwig 30'000 räu-berische Soldaten, die man Armagnaten nannte. Als diese gegenBasel heranzogen, sandte die bedrohte Stadt einen Boten andie Eidgenossen, um sie zu warnen. Unverzüglich marschierten 1500Eidgenossen dem Feinde entgegen. Bei Pratteln und Mut-tcnz trafen sie am 26. August 1444 aus die gegnerischen Borpostenund warfen dieselben nach glänzendem Siege zurück. Freudetrunkenverfolgten hierauf die Eidgenossen den Feind. Mit den Worten:Unsere Seelen Gott, unsere Leiber den Armagnaken!" durchwatetensie entgegen der Warnung ihrer Hanptleute die Birs. Mit bewun-derungswürdiger Tapferkeit eröffneten sie dann auf der andern Seitedes Flusses den Kampf mit dem 20sach überlegenen Feinde. Todes-mutig schlugen sie während vier Stunden dessen zahlreiche Angriffezurück, mußten aber endlich der Übermacht weichen. Sie warfen sichin das nahe Siechenhans bei S t. I a k o b, dessen Ringmauerihnen einigen Schutz gewährte. Dort kämpften sie mit unermüd-licher Heldenkraft, wiesen alle feindlichen Angriffe ab und machtenselbst Ausfälle, wobei sie in den Reihen der Gegner hundertfachenTod verbreiteten.

Auch der übermütige Spott des Feindes blieb nicht unbestraft.Auf den Wunsch der Armagnaken ritt Burkard Münch vonLandskron heran, um die Eidgenossen zur Übergabe aufzufordern.Als er innerhalb der Gartenmauer viele verwundete und tote Eid-genossen erblickte, rief er schadenfroh:Ich sehe in einen Rosen-