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Lesebuch für das fünfte Schuljahr der Primarschule des Kantons Basellandschaft
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licher. Daher versuchte man durch ein Feuer, dasmitten unter dem südlichen Schacht in einem Ofenunterhalten wurde, einen bessern Luftzug herzustellen,was auch gelang. Ein eisernes Rohr leitete den Rauchund die erwärmte Luft in den Schacht hinauf. Da,es war am 28. Mai 1857, nachmittags 1 Uhr, faßtedie hölzerne Einwandung des Schachtes Feuer,' dieFlamme loderte plötzlich mit ungeheurer Gewalt ausdem Schacht empor, und bald ertönte die Schreckens-kunde, daß ein Teil des Schachtes eingestürzt undeine Menge Arbeiter im Hintern Teile des Stollensabgesperrt seien. Siebzig Arbeiter konnten sich durchschnelle Flucht retten,' zweiundsünszig aber warenlebendig begraben und mußten ersticken,' elf anderebüßten bei den Rettungsversuchen ihr Leben ein, sodaß bei diesem Unglück dreiundsechzig Menschen denTod fanden.

In diesen erschütternden Stunden, da die Kame-raden der Unglücklichen sich heldenmütig in den Schlundstürzten, konnte man erkennen, welch ein edles Herzoft unter dem rauhen Kleide des Arbeiters schlägt.Unter den Unglücklichen, die aus einem kleinen Fried-hofe außerhalb des Dorfes Trimbach beerdigt sind,befanden sich 26 Schweizer, die übrigen waren Eng-länder, Deutsche und Italiener.

Die Kunde von dem furchtbaren Unglück erregteallgemein das tiefste Mitleid. Für die Hinterlassenender Verunglückten flössen aus nah und fern zahlreicheLiebesgaben, so daß für die Witwen und Waisen, dieso jäh ihren Ernährer verloren hatten, aufs bestegesorgt werden konnte.

Da die Hauensteinbahnlinie schon von Sissachweg stark ansteigt, müssen die meisten Züge Vorspann