Fischer. Alles weiss ich, redet!
Teil. Dass mich der Landvogt sahen liess und binden,nach seiner Burg zu Klissnacht wollte führen.
Fischer. Und sich mit euch zu Flüelen eingeschifft.
Wir wissen alles. Sprecht, wie ihr entkommen!
Teil. Ich lag im Schiff, mit Stricken fest gebunden,wehrlos, ein aufgegeb’ner Mann — Nicht hofft’ ich,das frohe Licht der Sonne mehr zu seh’n,der Gattin und der Kinder liebes Antlitz,und trostlos blickt’ ich in die Wasserwüste —
Fischer. O armer Mann!
Teil. So fuhren wir dahin,
der Vogt, Rudolf der Barras und die Knechte;mein Köcher aber mit der Armbrust lagam hintern Grausen bei dem Steuerruder,und als wir an die Ecke jetzt gelangtbeim kleinen Axen, da verhängt’ es Gott,dass solch’ ein grausam mörd’risch Ungewissergählings herfürbrach aus des Gotthard’s Schlünden,dass’ allen Ruderern das Herz entsank,und meinten alle, elend zu ertrinken.
Da hört’ ich’s, wie der Diener einer sprach:
„Ihr sehet eure Not und uns’re, Herr,
und dass wir all’ am Rand des Todes schweben —
Die Steuerleute aber wissen sich
vor grosser Furcht nicht Rat und sind des Fahrens
nicht wohl berichtet — Nun aber ist der Teil
ein starker Mann und weiss ein Schiff zu steuern.
Wie, wenn wir sein jetzt brauchten in der Not?“
— Da sprach der Vogt zu mir: „Teil, wenn du dir’sgetrautest, uns zu helfen aus dem Sturm,so möcht’ ich dich der Bande wohl entled’gen.“
Ich aber sprach: „Ja, Herr, mit Gottes Hilfegetrau’ ich mir’s und helf’ uns wohl hiedannen.“
So ward ich meiner Bande los und stand
am Steuerruder und fuhr redlich hin;
doch schielt’ ich seitwärts, wo mein Schiesszeug lag,
und an dem Ufer merkt’ ich scharf umher,
wo sich ein Vorteil auf tät zum Entspringen,