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fürchteten. Ich fürchtete mich aber nicht, sondern gingalle Tage zu ihm und sah ihm zu, wie er in seinerWerkstatt arbeitete. Da zog er einen großen Blas-balg, daß dieser sauste und das Feuer anblies. Indieses helle Feuer legte er Eisen und ließ es darinliegen, bis es glühend wurde; dann packte er es mit
einer großen Zange und legte es aus den Amboß. Nunnahm er den Hammer in die andere Hand und schlugdamit aus das glühende Eisen, daß die Funken umher-suhren. Da mußte ich ein wenig zurückgehen, weil dieFunken mir sonst die Kleider verbrannt hätten. Baldschmiedete er große Nagel auf dem Amboß, bald Huf-eisen für die Pferde, bald Reife um die Wagenräder.Wenn er fertig war, so ließ er mich manchmal auchein wenig hämmern. Da mir aber sein gewöhnlicherHammer zu schwer war, schmiedete er mir ein kleinesHämmerchen, welches ich noch lange nachher aufge-hoben habe.
2. Meiner Mutter holte ich oft bei dem alten Schmiede