138
106. Sprichwörter.
1. Zeder ist seines Glückes Schmied.
2. Wer Pech angreift, besudelt sich.
3. Wer seine Schuh' kann selber flicken,
Der mutz sie nicht zum Schuster schicken.
4. Die Art im Haus erspart den Zimmermann.
5. Das Werk lobt den Meister.
6. Zeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.
7. Wie die Ware, so das Geld.
107. Der gefährliche Brennstoff.
1. Ein Mädchen von neun Zähren befand sich alleinin der Lüche. Seine Mutter hatte ihm befohlen, Erd-apfel „überzutun" und im Herde anzufeuern, damit sie„lind" würden, bis sie heimkäme. Das Mädchen tat,was ihm befohlen war. Es steckte Papier und dünneHolzspäne ins Herdloch, zündete sie an und legte danngrötzere Scheitchen darüber.
2. Es war ein heitzer Tag. Der Rauch wollte nichtin das Lamm aufsteigen und erfüllte bald die ganzeLüche. Das Feuer mottete nur und wollte nicht brennen.Alles Blasen nützte nichts. Zetzt kam das Töchterleinaus den unglücklichen Gedanken: Da könnte man mitErdöl nachhelfen. Es nahm die Flasche vom Gestell,zog den Pfropf aus und gotz von dein Erdöl über dieGlut. Plötzlich erwachte das Feuer, sprang empor indie Flasche, zersprengte dieselbe in hundert Stücke, unddas brennende Öl flotz über die Lleider der unglück-lichen Löchin.
3. Das Lind stand in hellen Flammen. Was solltees tun? Statt auf den Boden zu liegen und sich um-