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Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten der Schweiz / im Auftr. einer Konferenz schweiz. Mittelschullehrer umgearb. von W. von Arx und Ed. Haug. Dritter Band / obere Stufe
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Conrad Ferdinand Meyer.

So denk' ich mir den ernsten Forscher nicht.Jchlauschtehin. Ob ermirRettungschafft?Und ich vernahm:Es fehlt die Lebens-kraft!" . . .

Mein feines Ohr hat flüstern ihn gehört:Hier ist ein edles Organon zerstört."...Indem verstohlen er herübersah,

Raunt' schnell er:Facies hippocra-tica! . . .

Was spricht der Geck das liebe Deutsch nichtrein

Und mischt so garst'ge fremde Brocken ein?Er trat heran, er bot die Rechte mir,Er sprach mit Pomp:Ich grüße Deutsch-lands Zier!"

Er nannte mich der Freiheit Turm undHort,

Von meiner Krankheit redet' er kein Wort.Mir deucht, daß sich ein Seufzer ihmentwand,

Als seinen Finger ich am Puls empfand.Drauf hat er meine Verse mir gerühmt,Der Narr! Er hieß siestolz" undreichbeblümt."

Ne

Es wendet sich das Jahr, die Welle raucht.Mein Eiland ist in Morgenduft getaucht.Vor mir in herbstlicher VerschleierungBewegt sich einer Barke Ruderschwung.Herüberglänzt durch schwankes NebelspielDie hochgetürmte Burg von Rapperswil.Zu Häupten mir durch hellre Schleier bricht

Der wild

Glückselig schreit' ich hier im Abendglanz,In klaren Lüften zittert Mückentanz.Das Heute war so sonnig, wolkenrein,Das Morgen wird noch wolkenloser sein.Ein Zug von Tagen warm und wonniglichGeleitet zu den Todesschatten mich.

So heiter glaubt' ich nicht davonzuziehn,Der wilde Hütten fährt in Friede hin.

Die T

Freund Holdem, fehlt im Totentanze dirDer Dichter noch, so komm und mal' michhier,

JnmeinemSesselschlummernd ausgestreckt,

DieUfnau," sprach er,wird durch Euchbekannt

Und noch von Kind und Kindeskind ge-nannt.

Nicht einsam lebt Ihr auf dem Eiland hier,Bevölkert mit Gedanken habt es Ihr!"Ich dachte: Wie zu dir dein Name paßt!Bombastus nennst du dich und sprichstBombast!

Ihm gab ich das Geleit bis an den Kahn,Dann stieg den Hügel langsam ich hinan.Es war ein goldner Morgen im August,Das zweite Gras im Jahr gedieh mit Lust;Die ganze dichte, blühnde Wiese klangUnd wogt' und schwirrt' und flattert',zirpt' und sang!Ich schritt in Halm und Blumen, über-- flammt

Von süßem Sonnenlicht, zum Todverdammt!

Da warf ich in die duft'ge Wiese mich,Verbarg das Haupt und weinte bitterlich;Und lange lag ich still im grünen Tal,Mein eigen Bildnis oder Grabesmal.

ife.

Das süße Blau, das warme Sonnenlicht;Und schwerer hangt die Traube schon amSchaft,

Sie schwillt und läutert ihren Purpursaft,Sie fördert ihre Reife früh und spatWas meinst du, Hütten? Auch die deinenaht!

e Hütten.

Nicht allzu köstlich, reiche Erde, hastDu mich bewirtet, deinen armen Gast!Nun nehm' ich Urlaub, und zur ScheidezeitErweisest du mir alle Lieblichkeit;

9hm geh' ich, und du sprichst mit leichtemSinn:

Du wanderst, Hütten? Sieh, wie schönich bin!"

raube.

Das Angesicht mit stillem Blaß bedeckt!Daneben trete leis der Tod ins Haus,Doch laß mir lieber weg der SenseGraus!