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Band I.
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über diesen Tag, zum Himmel wenden, und dort den Titlis mit dem„ewigblanken Silberschild“, wie es in den Reisehandbüchern heisst.Nur ist heute der Schild nicht ausgehängt; er wird eben vorn Gold-schmied über den Wolken frisch versilbert. Da gelten die Touristen-bücher für vierundzwanzig Stunden nichts. — Doch jetzt Musik“!

In die wirbelnden Schneeflocken hinaus blies er mit einer Macht,dass das Rohr fast brach:

„Wer hat dich, du schöner Wald,

Aufgebaut so hoch da droben“ ?

Da horch! Aus den Wolken stieg ein Lied wie Antwort herab:

„Julie, der G-eissbueb bi-n-i ja!

Mys Hörnli u my Geisle daTue mir noh nit verleide.

Im Täschli ha-n-i Chäs u Brot;

Mys Haar ist chruus u d’ Backe rotU d’s Herz voll Lust u Freude.

Jungi, Alti,

Meldn, Galt!

Grossi, Chleini,

Hübschi, G’meiniFühre-n-i uf Berg u Weid.

Holioli ouhu“ I

Das war eine Überraschung! „Bravo! Bravo“! riefen wir demin den Wolken verborgenen Ziegenhirten zu, dessen Reigen, Jodlerund Jauchzer in der trauernden Stille der Winterlandschaft naheund ferne an den Felsen widerhallten und uns gegen die Engstlenalpemporgeleiteten, deren Gasthaus wir nun auch bald erreichten.

Jakob Christoph Heer.

55. Über den Sanetsch.

(Aus „Joggeli, die Geschichte einer Jugend“.)

S ommerwolken zogen leichtsinnig am seidenen Himmel dahin. Durchfrische, frohe Voralpenlandschaft wanderte unter Führung desMathematiklehrers Truninger, der seine Grimmigkeit an einen goldi-gen Humor getauscht hatte, eine Schar Jünglinge mit Sang undKlang, Bergstöcken und Tornistern. Jeden freundlichen Gruss er-widerte die Schar mit einem Wanderlied; jedes Dorf betrat sie mitGesang, und am Bergweg schmückte sie die Hüte mit Alpenprimelnund Männertreu.

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