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Band I.
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87. jyfusik zum •Ginschlafen.

(Aus den Novellen „Im Nebel“.)

Wir gedachten, das Oldenhorn zu besteigen, und musstendeshalb in der Sennhütte auf der Oldenalp um ein Nachtlagerbitten. Die Sennen setzten uns in grossen Näpfen dampfende Milchvor und liessen einen Laib Brot und ein schweres Stück Käse von5 Hand zu Hand gehen.

Etwa um 9 Uhr stieg man auf einem Leiterchen auf denHeuboden hinauf; denn Betten gab's in der Hütte nicht. Jedersuchte sich ein Plätzchen aus, bohrte ein Loch ins Heu und krochhinein, sich mit duftenden Blättern und Halmen icarm zudeckend.10 Unter dem Heuboden war der Stall, mit Kühen und Kälberngefüllt, und wenn eines der Tiere den Kopf drehte, sei es, umsich mit dem Hörne zu kratzen, oder mit der Zunge zu belecken,oder um einer guten Freundin in Erinnerung zu bringen-. „Ichbin auch da, ganz in deiner Nähe“! da ertönte die ganze Hütte15 vorn Klänge der Glocken; denn den ganzen Sommer lang löst mansie dem Vieh nie von den Hälsen. Kaum hatte ein Bass sein lang-sames, volles: „Glang, glang“! ertönen lassen, so fiel ein Alt ein:„ Tong, long, tong u ! und darauf ein Sopran mit seinem unsereNerven aufregenden: „Gling, gling, gling, gling“! dem der Bass20 in seiner ruhigen Art wieder antwortete: „Glang, glang; nurnicht so hastig, Freundchen 1 “!

Wer an diese Glockenunterhallung nicht gewöhnt ist, hat einschlimmes Stück Arbeit, bis er den Schlaf gefunden hat. Auchverriet das Rascheln im Heu, dass die Touristen alle nach Schlum-25 mer rangen. Von der Stelle jedoch, wo unser Führer und dieSennen ruhten, erklang jener langsame, tönende Atem, auf dessenSchwingen die Müdigkeit aus dem Leibe getragen ivird.

Jakob Bosshart.

88. Sprichwörter.

a. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,

Und wenn er auch die Wahrheit spricht.

b. Reiner Mund und treue BandSehen wohl durchs ganze Rand.

c. But in der Band hilft durchs ganze Rand.

d. Mit einem heikel voll Bönig Fängt man mehrFliegen, als mit einem FaH voll Eilig.