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die hohen Berge mit den in den Himmel ragenden Zacken und grossen'Eisfeldern zum Vorschein gekommen, und drunten leuchtete weithindas grüne Tal im Morgenglanz.
Sobald Moni angekommen war, nahm er seinen kleinen Proviant-5 sack vorn Rücken, legte ihn in eine kleine Höhle des Bodens, die erselbst dafür gegraben hatte, trat dann auf die Felsenkanzel hinausund warf sich auf den Boden, um sich einmal so recht wohl sein zulassen; denn hier konnte Moni oft stundenlang verweilen und umsich schauen und vor sich hin pfeifen, indes seine Tierlein ganz ge-10 mütlich ihre Kräuter um ihn her suchten. Moni lag da, schaute um-her, sang und pfiff. Der Bergwind kühlte ihm das warme Gesicht,und hörte er einmal auf zu pfeifen, so pfiffen die Vogel über ihmnoch viel lustiger und flogen in den blauen Himmel hinauf. Dem Moniwar es unbeschreiblich wohl.
15 Von Zeit zu Zeit kam das kleine Zicklein, das Mäggerli, zu ihmheran und strich ein wenig seinen Kopf an Monis Achseln herum,wie es immer tat aus lauter Zärtlichkeit; dann meckerte es ganzliebevoll, ging auf die andere Seite von Moni und strich wieder denKopf an seiner Schulter.
20 Auch von den andern kam bald diese, bald jene, nach dem Hirtenzu sehen, und jede hatte ihre eigene Weise bei ihrem Besuch.
Die Braune, seine eigene Geiss, kam ganz sorglich und schautenach, ob auch alles in Ordnung sei mit ihm; sie stand da und schauteihn an, bis er sagte: „Ja, ja, Brauneli, es ist schon recht; geh’ nur25 wieder zum Futter“!
Die junge Weisse und die Schwalbe, die so hiess, weil sie soschmal und flink war und überall hineinschoss, wie die Schwalben inihre Löcher, schössen immer miteinander so auf den Moni los, dass sieihn wohl umgeworfen hätten, wäre er nicht schon auf dem Boden30 ausgestreckt gewesen, und gleich nachher schössen sie wieder fort.
Die glänzende Schwarze, die Geiss des Wirtes im Badhaus,Mäggerlis Mutter, war ein wenig stolz; sie kam nur so auf ein paarSchritte Entfernung heran, schaute mit erhobenem Kopfe nach demMoni hin, als wollte sie sich nicht zu vertraulich erweisen, und ging35 dann wieder ihrer Wege. — Der grosse Sultan aber, der Bock, zeigtesich immer nur einmal, drückte dann alle weg, die er in Monis Nähetraf, und meckerte einige Male so bedeutungsvoll, als habe er Mit-teilungen abzugeben über den Zustand der Herde, als deren Anführerer sich fühlte.
40 Nur das kleine Mäggerli liess sich niemals von seinem Beschützerverdrängen; kam der Bock und wollte es wegdrücken, so kroch es