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und auch zu einem Geschenk für den Vater. Wir sagen ihm abernichts; das wird dann eine Überraschung sein für ihn“!
„Ja, das wollen wir“! sagte Adolf freudig. „Gleich morgenwollen wir gehen“!
„Da musst du aber früh aufstehen. Man muss die Maikäfersammeln, bevor die Sonne sie weckt“.
„Das macht nichts; ich stehe schon früh auf“, sagte Adolf.„Und heute nachmittag nagle ich gleich die Sparbüchse zusammenund mache nur eine Spalte oben, dass man das Geld nicht mehrherausnehmen kann“. Ohne Murren zog er nun die alten Schuhean und strich vorn so viel Wichse an, dass man die Zehen nichtmehr sah. Dann ging er fröhlich in die Kinderlehre.
Am andern Morgen, als es noch finstere Nacht und recht kühlwar, stand Adolf auf und ging mit der Mutter über Feld in denWald. Sie hatten Kessel und Eimer bei sich, sowie ein weissesLeintuch. Als sie an den Saum des Waldes kamen, färbten dieersten Strahlen der Sonne den Himmel rot. Sie konnten an denÄsten der Buchen und Eichen die Maikäfer erkennen, die wie brauneNüsse und Eicheln anzusehen waren. Alle Blätter hingen voll dererstarrten Tiere. Nun breiteten die Mutter und Adolf das weisseBettuch auf dem Boden aus. Als Adolf nur an einen Baumrührte, prasselte schon ein ganzer Hagel Maikäfer nieder, dass manvorn weissen Tuch nichts mehr sah. Da zogen sie die Zipfel desTuches zusammen, und es entstand ein ganzes Bündel von Mai-käfern. Diese schüttelten sie in den Kessel und lasen auch die zer-streuten Maikäfer vorn Boden auf. Darauf gingen sie zu einemandern Baume und machten es ebenso und so von einem Baumezum andern. Wenn ein Baum zu dick war, so dass Adolf ihn nichtschütteln konnte, kletterte er hinauf und schüttelte die Äste, undimmer mehr füllten sich Kessel und Eimer mit Maikäfern. Adolfjauchzte vor Lust bei der kurzweiligen Arbeit und bei dem Ge-danken an das viele Geld, das sie bekommen würden. Da machtees srrr, und ein Maikäfer flog davon, dann wieder srrr, und einzweiter schwirrte wie betrunken durch die Luft. Die Sonne warhöher gestiegen, ohne dass Adolf es gemerkt hatte, und es warwärmer geworden. Darob waren die Maikäfer erwacht.
„Jetzt müssen wir aber aufhören und Kessel und Eimer ver-binden, sonst fliegen uns die Käfer wieder davon“, sagte die Mutter.
„Ach nein“, bat Adolf; „es haben ja noch mehr im EimerPlatz. Nur noch diesen Baum will ich schütteln; sieh, wie er ganzvoll ist“!
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