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wundern, kleiner Professor. Also du bist jetzt 6 Jahre alt und einenMeter hoch. Wie gross wirst du sein, wenn du noch einmal so altbist»? «Zwei Meter», antwortete Hans ohne Besinnen.
«Und wenn du achtmal so alt bist» ? fuhr der Oheim fort. Hansüberlegte einen Augenblick und sagte dann schnell: «Acht Meter» !
«Wirklich, Hans»? rief der Oheim lachend. «Dann wärst duja grösser, als der Riese Goliath, und gingst gar nicht in das Zimmerhinein».
«Aber 8 mal i ist doch 8», sagte der Knabe kleinlaut
«Das ist freilich richtig, mein lieber Hans», antwortete derOheim; «aber deine Rechnung stimmt doch nicht. Denn du hastganz vergessen, dass wir Menschen nicht bis an unser Lebensende,sondern höchstens bis zum vierundzwanzigsten Jahre wachsen unddass unsere Grösse im allgemeinen nur zwischen 150—180 Zenti-meter beträgt. Dieses Mass haben dein Vater, dein Grossvater undich, und mit Gottes Hilfe wirst du auch so gross werden, aber ge-wiss nicht 8 Meter. Siehst du, es kommt beim Rechnen nicht nurdarauf an, dass man das Einmaleins im Kopfe hat, sondern vorallen Dingen, dass man denken kann». Georg Bötticher.
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183. Demosthenes.
Durch oftmals wiederholte StreicheFällt auch zuletzt die stärkste Eiche.
I lemosthenes ist bekannt als der grösste Redner der Griechen.■*“' 7 Er war der Sohn eines Waffenschmiedes in Athen. Seinen Vaterverlor er, als er kaum sieben Jahre alt war. Da er schwächlich undkränklich war, durfte er an den Leibesübungen der Jugend nichtteilnehmen und musste deshalb manchen Spott über sich ergehenlassen.
Als Knabe hörte er einst eine Rede und wurde von derselbenso ergriffen, dass er den Entschluss fasste, auch ein grosser Rednerzu werden. Von da an nahm er an keinem Spiele mehr teil, sondernverwendete alle Zeit auf Lesen, Schreiben und Sprechen.
Als er nun erwachsen war, arbeitete er einst eine schöne Redeaus und hielt diese vor dem versammelten Volke. Aber er wurdeausgepfiffen, und alle Mühe schien vergeblich gewesen zu sein. Be-trübt schlich er nach Hause. — Ein Freund aber ermunterte ihn zueinem zweiten Versuche. Diesmal arbeitete er viel sorgfältiger undübte die Rede geläufiger ein. Aber ach! Er wurde wieder ausge-
Schmiä, Lesebuch I, 2. Aufl. 18
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