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Band I.
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205. Johanna Spyri.

Welches Schweizerkind hättenicht schon etwas vorn „Heidi“gehört oder nicht einige der„ Spyri - Geschichten “ gelesen ?Und wo wäre eine Schulbiblio-thek, die keine „Spyri-Bücher“besässe? Auch dieses Lesebuchenthält mehrere schöne Stückeaus denselben.

Wer hat denn alle diese Ge-schichten geschrieben ? Die Frau,deren Bild ihr hier seht unddie als Mädchen Johanna Heusserhiess. Sie ist am 7. Juli 1901in Zürich gestorben und zwar imhohen Alter von mehr als 74Jahren, da der 12. Juni 1827ihr Geburtstag ist.

Johanna Spyri war die Tochter20 des Arztes Johann Jakob Heusser im Hirzel (auf dem Berge oberhalbHorgen) am Zürichsee und der Meta Heusser, geborne Schweizer.Meta Heusser ist bei den Erwachsenen bekannt als Dichterin gemüt-voller, namentlich religiöser Lieder; ein solches steht z. B. in unsermReligionsbuch, und zwei linden sich im Kirchengesangbuch, nämlich25 die Nummern 256 und 291.

Wie nun manche Kinder von ihren Eltern oder Grosseitern dieGabe des Gesanges oder die besondere Befähigung zu einer schönenSchrift oder zum Zeichnen oder Malen oder andere Talente erben,so erbte Johanna von ihrer Mutter die Gabe der Dichtkunst. Schon30 in ihrer Kinderzeit war sie die Allerweltsdichterin auf dem Hirzeldroben und verfasste auf die Familienfestlichkeiten des eigenenHauses wie auch der Bekannten Gedichte und Sprüche, die allgemeingefielen.

Fräulein Johanna Heusser verheiratete sich mit dem Advokaten35 Bernhard Spyri, der bald nachher Stadtschreiber von Zürich wurde.Von der Stadtschreiberwohnung aus erblickte sie über die Wipfelder Bäume ihres Gartens hin den See, die fernen Alpen und auchdie sonnigen Höhen, wo sie ihre Kindheit verlebt hatte, und mitdiesem Anblick wurden auch die Tage ihrer Jugend in ihr wieder40 lebendig; im Geiste schaute sie von ihrem Vaterhause hinaus über