Band 
Band I.
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302. Die Schlacht bei Murten.

Hf|§ stürmt der Herzog von BurgundAuf Murten Tag und Nacht.

Doch Adrian von Bubenberg

Trotzt kühn der Übermacht

Und schreibt nach Bern: „Ihr edeln Herrn,

Vereint euch erst gemach!

Solang in uns eine Ader lebt,

Solang gibt keiner nach"!

2. Es regnet ohne Unterlaß.

Die Helfer rücken an.

Die Feinde lauern kampfbereitVor Tag schon auf dem Plan.

In Waldesschutz verharrt der Mutz.

Das würgt den Leuen fast.

Ins Lager kehrt er grimm zurückUnd pstegt der Mittagsrast.

3. Im Galmholz drängt sich Speer an SpeereZum Haufen eilt der Häuf'.

Die Schweizer knien zum Stoßgebet.

Der Himmel hellt sich auf.

Mit einemmal glänzt Berg und Tal.

Hallwil ruft durch die Reihn:

„Die Sonne leuchtet uns zum Sieg!

Für Grandson Räch'! Haut ein"!

4. Der Leu springt auf;

Doch Herter bricht und Waldmann seine Wut.Im Murtensee kühlt HertensteinDer Welschen Übermut.

Romont räumt 's Feld, gibt Fersengeld.

Mit Karl entläuft das Roß.

Bei fünfzehntausend liegen totVon seinem Heer und Troß.

5. Befreit ist Murtens Heldenschar,

Und mit Burgund ist's aus.

Die Sieger loben Gott und ziehnMit Beute froh nach Haus.

Der in der Schlacht sie treu bewacht',

Beschirm uns allezeit!

So steht die EidgenossenschaftAllzeit zum Kampf bereit.

Wilhelm Spieß.1854.