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Band I.
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Wo er geendet, da gräbt man sein Grab,

Senket den Herold des Sieges hinab.

Pflanzt ihm den welkenden Zweig auf die Gruft,

20 Den er am Hute getragen.

Seht ihr den mächtigen Baum in die LustDort auf dem Platze nun ragen?

Das ist die Linde, entsprossen dem Reis,

Doppelten Heldentums prangender Preis.

Llise Ebersold.l 837—1903.

304. Der reichste Fürst.

(Im Jahr 1495.)

reisend mit viel schonen RedenIhrer Länder Wert und Zahl,Saßen viele deutsche FürstenEinst zu Worms im Kaisersaal.

2. „Herrlich", sprach der Fürst von

Sachsen,

„Ist mein Land und seine Macht;Silber hegen seine BergeWohl in manchem tiefen Schacht".

3. „Seht mein Land in üpp'ger

Fülle",

Sprach der Pfalzgraf von dem Rhein;„Goldne Saaten in den Tälern,

Auf den Bergen edler Wein"!

4. „Große Städte, reiche Klöster",Ludwig, Herr zu Bayern, sprach,„Schaffen, daß mein Land dem euernWohl nicht steht an Schätzen nach".

5. Eberhard, der mit dem Barte,Württembergs geliebter Herr,

Sprach: „Mein Land hat kleine

Städte,

Trägt nicht Berge silberschwcr;

6. Doch ein Kleinod hat's ver-

borgen:

Daß in Wäldern, noch so groß,

Ich mein Haupt kann kühnlich legenJedem Untertan in Schoß".

7. Und es rief der Herr von Sachsen,

Der von Bayern, der Vvm Rhein:

„Graf im Bart, Ihr seid der Reichste;

Euer Land trägt Edelstein".

Justinus Kcrner.1786—1862.