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Band I.
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Derweil hat sich vom kleinen SchreckenDie Amsel munter aufgerafft;

Zuerst hört's aus der NachbarschaftDie Drossel in den BrombeerheckenUnd sagt viel lieben, guten MorgenDer Heidelerche im Gras geborgen.

Die hat das Wörtchen kaum gehört,

Hat sie zum Flug sich angeschickt,

Muß ja den Morgenstern noch grüßen.

Von ihrem Fittig aufgestört,

Das Häslein aus dem Kraute blicktUnd springt heraus mit flinken Füßen.

Es pickt der Specht die Fichte munter;

Eichhörnchen stutzt und klettert schnellVom Wipfelnest ins Gras herunterUnd wäscht mit Tau das Äuglein hell.

Jetzt endlich gar der Kuckuck schreit;

Zum Wachen ist's die höchste Zeit!

Ein jeder Baum sagt es dem andern.

Das wird zu Brudern und zu Schwestern,

Von nah und fern aus allen NesternEin grüßendes, geschäftig Wandern;

Da wird aus Dorn und LaubeshangEin tausendfältig süßes Locken.

Drein wogen leis, wie Alphornklang,

Vom Tal herauf die Sonntagsglocken.

Oskarkvon Red Witz.1823 — 1891 .

391. Guter Rat.

1. An einem Sommermorgen,

Da nimm den Wanderstab;Ls fallen deine SorgenWie Nebel von dir ab.

2. Des Himmels heitre Bläue

Lacht dir ins Herz hineinUnd schließt wie Gottes TreueMit seinem Dach dich ein.

3. Rings Blüten nur und Triebe

Und Halme von Segen schwer;Dir ist, als zöge die LiebeDes Weges nebenher.

4. So heimisch alles klinget.

Als wie im Vaterhaus,

Und über,die Lerchen schwingetDie Seele sich hinaus.

Theodor Fontäne.

1819 — 1898 .

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