Band 
Erster Teil.
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der Mann; „ich habe dir absichtlich zu viel gegeben; ich wollte sehen,ob du ehrlich seiest. Ich habe meinen Brotfuhrmann fortgejagt,weil er mich betrog; du gefällst mir, und ich will's mit dir ver-suchen. Die zwanzig Franken kannst du deiner Mutter bringen;ihr werdet das Geld wohl brauchen können, und morgens punktsechs Uhr bist du da."

Was die Mutter dazu sagte, könnt ihr euch wohl denken.

X Gut Gewissen und armer Herd

X Ist wahrlich aller Ehre wert. (Albert Fisler.)

21. Reue.

Des Kaufmanns Emil war 10 Jahre alt. Er hatte großeFreude am Zeichnen und war auch geschickt dabei. Wo erein Blatt Papier fand, zeichnete er allerlei Figuren daraufund schnitt dieselben dann für seine Kunstsammlung, die ersich angelegt hatte, mit der Schere aus. In der Tierabteilungfehlte ihm noch ein Elefant, und zu einem solchen mußteer ein großes Papier haben. Da ordnete der Vater einesSonntags seine Wertschriften im Sekretär. Eines Besucheswegen wurde er aus der Stube gerufen. Emil hatte seinenElefanten im Kopf, nahm geschwind einen großen Bogen vonden daliegenden Papieren weg und eilte damit auf seineKammer. Hier zeichnete er einen prächtig großen Elefantenund schnitt ihn aus. Wie er dabei das Papier umkehrte,gewahrte er zu seinem Schrecken, daß es ein solches war,das einen großen Geldwert hatte. Er sah, daß er einenFehler begangen habe. Aber da er den Zorn des Vatersfürchtete, verbarg er Zeichnung und Papier im dunkelstenWinkel seines Kleiderkastens. — Der Vater entdeckte baldseinen Verlust und war sehr betrübt darüber, weil das ver-lorene Papier einen Wert von 500 Franken hatte. Es wurdeüberall nachgefragt; aber niemand dachte daran, Emil zufragen. Er schwieg. — Aber er konnte von jetzt an seinemVater nicht mehr fröhlich in die Augen schauen, und seine