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und die Magd saß vor dem schwarzen Huhn, das solltegerupft werden. Da ging er weiter und sah im Saale denganzen Hofstaat liegen und schlafen, und oben hei dem Thronelag der König und die Königin. Da ging er noch weiter,und alles war so still, daß einer seinen Atem hören konnte,und endlich kam er zu dem Turm und öffnete die Türzu der kleinen Stube, worin Dornröschen schlief. Da lages und war so schön, daß er die Augen nicht abwendenkonnte, und er bückte sich und gab ihm einen Kuß. Wieer es mit dem Kuß berührt hatte, schlug Dornröschen dieAugen auf, erwachte und blickte ihn ganz freundlich an.Da gingen sie zusammen herab, und der König erwachteund die Königin und der ganze Hofstaat und sahen einandermit großen Augen an. Und die Pferde im Hofe standen aufund rüttelten sich; die Jagdhunde sprangen und wedelten;die Tauben auf dem Dache zogen das Köpfchen unter demFlügel hervor, sahen umher und flogen ins Feld; die Fliegenan den Wänden krochen weiter; das Feuer in der Kücheerhob sich, flackerte und kochte das Essen; der Braten fingwieder an zu brutzeln, und der Koch gab dem Jungen eineOhrfeige, daß er schrie, und die Magd rupfte das Huhn fertig.Und da wurde die Hochzeit des Königssohns mit dem Dorn-röschen in aller Pracht gefeiert, und sie lebten vergnügt bisan ihr Ende. (Nach den Brudern Grimm.)
126. Die Bremer Stadtmusikanten.
Es Hatte ein Mann einen Esel, der schon lange Jahre dieSäcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte abernun zu Ende gingen, so daß er zur Arbeit immer untauglicherward. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen;aber der Esel merkte, daß kein guter Wind wehte, lief fort undmachte sich auf den Weg nach Bremen; dort, meinte er, könne erja Stadtmusikant werden.
Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagd-hund auf dem Wege liegen, der jappte, wie einer, der sich müde-