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d. i. der Glückselige, und sandte ihn zu den Helvetiern, umsie zum Christentum zu bekehren. Beatus zog mit seinem Lands-manne Achates, der sein Schüler geworden war, in das heidnischeLand. — Zur Zeit seiner Ankunft bauten die Bewohner vonWindisch dem Mars und Herkules einen Tempel. Da tratBeatus vor sie und verkündete ihnen die Ankunft des Messias. Erschilderte ihnen die Zerstörung der Städte Sodom und Gomorrhaund die Sündflut so eindringlich, daß sie, tief erschreckt durch seineWorte, die Tempel ihrer Götzen zerstörten und den alleinigen Gottanbeteten, den sie jetzt erst kennen lernten.
• Der römische Statthalter in Solothurn erhielt bald Kundevon den Schmähungen, welche die beiden Apostel gegen die heid-nischen Götter ausgesprochen hatten. Beatus und Achates ent-gingen der Todesstrafe nur durch schleunige Flucht in das Gebirge,wohin die römische Herrschaft noch nicht gedrungen war. Nachmehrtägiger Wanderung gelangten sie in das Tal von Unterseen.Der Reichtum des Bodens an Pflanzen hatte einige Bewohner hier-her gelockt; die Gegend am Thuner- und Brienzersee bot ihnennoch Gelegenheit zur Fischerei; in den Bergen fanden sie allerleiWild. Den Ackerbau kannten sie nicht; sie wußten nur breiteund tiefe Gräben durchs Land zu ziehen, um die wilden Ure zufangen, die im Gebirge umherstreiften und manchmal die Woh-nungen der Menschen verheerten; mit Spießen machten sie auchJagd auf den wilden Eber und vertrieben die Wölfe, die ihreHerden bedrohten. Sie beteten die Sonne und den Mand alsgute und schaffende Wesen an und verehrten plumpe Götzenbilder,von denen sie Schutz gegen böse Geister hofften.
Beatus und Achates irrten eine Zeitlang in dem schönenTale umher, bis sie endlich elende Hütten fanden, die aus ver-flochtenen Baumästen erbaut und mit Lehm bedeckt waren. Siegingen durch die schmale Tür in eine dieser Wohnungen und sankenerschöpft zu Boden. Die Hütte war aber sehr dunkel, weil siekein Fenster hatte und überdies von einem dichten Rauche erfülltwar. Die beiden Flüchtlinge konnten daher lange nichts unter-scheiden, bemerkten aber endlich doch einige Bewohner, von denen