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land; der Name Grace Darling bekam eine Berühmtheit, wiesie wohl nie der eines unbekannten Mädchens gehabt. DieKönigin ließ sich das Fischermädchen vorstellen und versprachihr, stets für sie zu sorgen; die Herzogin von Northumberlandnahm sie mit sich und entließ sie, mit Geschmeiden überladen.Die Poeten feierten sie in allen Blättern, und nach einigenMonaten waren zwei Romane fertig, deren Heldin sie war.
Doch Grace Darling, von Tag zu Tag leidender, zog sich.von dieser Berühmtheit unangenehm berührt, täglich mehr insich selbst zurück; sie schlug alle Anerbietungen aus, umihre Eltern nicht verlassen zu müssen; sie verließ fast niemehr ihren Leuchtturm, außer des Sonntags, um zur Kirchezu gehen; bald unterließ sie auch dies, und am 21. Oktober1842 starb Grace an der Schwindsucht in ihrem 26. Jahre.Sie ist selbst in England längst vergessen; nur in einigenMatrosenschenken an der Küste findet man noch eine schlechteLithographie, die das Bildnis der Retterin darstellt.
(Aus „Daheim“ 1868.)
33. Jeder kann nützlich sein.
In einer Hütte nahe bei einem Bergdorfe in Tirol lebtedie arme Witwe eines Kriegers. Ihr einziges Kind war einarmer Krüppel, doch ein gutmütiger Knabe, der hieß Hans.Er liebte seine Mutter und hätte ihr gern geholfen, die Last derArmut zu tragen; doch seine Schwachheit verhinderte es. Erkonnte nicht einmal an den Vergnügungen der jungen Bergbewohnerteilnehmen, und schon in seinem fünfzehnten Jahr empfand er esschwer, daß er für seine Mutter und die Welt unnütz sei.
Kurz vorher hatte Napoleon Bonaparte seine Macht überganz Europa ausgebreitet. Er wollte Tirol von Österreich trennenund mit Bayern vereinigen, und sendete zu diesem Zweck eine fran-zösische und eine bayrische Armee nach Tirol. Die Österreicherzogen sich zurück; doch die Tyroler: Männer, Frauen und Kinder,widerstanden tapfer. Im ganzen Land war verabredet, jede An-näherung des Feindes von Dorf zu Dorf und von Berg zu Berg