Band 
Dritter Teil.
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haften Parisern an. Das sind arme Leute, die gewohnt sind,gegen Entbehrungen zu kämpfen. Das sind Vater und Söhne,die ihre Lieben zu Hause gelassen haben, und denen sie ihreErsparnisse heimschicken. Nur die äußerste Genügsamkeit er-möglicht es ihnen, nicht nur ihren Lebensunterhalt zu bestirnten,sondern auch noch etwas beiseite zu legen. Und wenn dieSorge für den Lebensunterhalt nur auch das einzige wäre!Aber nicht einmal den Winkel, wo sie von morgens 8 Uhran bis nach Mitternacht stehen, und in dem sie sich kaumauf die Seite drehen können, läßt man ihnen umsonst. Garmancher Kastanienverkäufer muß für seinen Platz nicht we-niger als 150 Franken zahlen. In der Heimat würde erdafür ein Zimmer, ja an einigen Orten ein Haus erhalten;gleichwohl ist er mit seinem Lose zufrieden und wirft derglänzenden Pariserwelt, die in rauschenden Kleidern undweichen Stiefeln vorüberwallt, gleichgültige Blicke zu. Goldund Silber, Perlen und Schmuck, prächtige Wagen streifenan seinem Auge vorbei; er aber denkt an seine Lieben inder fernen Heimat und freut sich auf die Zeit, da er wiedermit ihnen vereint ist. Manche von denen, die nach Pariskommen, kehren wohl auch nie mehr in die Heimat zurück.Manch junges Blut, dem jede Stütze, jede väterliche Hand inder großen Hauptstadt fehlt, geht unter. Dem einen undandern gelingt es auch etwa, sich zu Reichtum und Wohl-stand emporzuschwingen, er wird ein gemachter Mann. Diemeisten jedoch bleiben ihrem Geschäfte treu. Es gibt Männermit grauen Haaren, die zum vierzigsten Male ihren dumpfenWinkel beziehen, wo sie fünf Monate leben und Kastanienbraten, bis der anbrechende Frühling sie in die Heimatzurückruft. (Walter Senn.)

99. Britannien.

England gleicht in seiner Gestalt einem Schiff, und wennes eins wäre, so hätte sein bester Admiral es nicht in einerbessergewählten und vorteilhaftem Lage vor Anker legen