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3. „Mein erster Sohn, mein stärkster Sproß,
Du sollst das Schwert behalten,
Die Berge mit dem stolzen Schloß,
Und aller Ehren walten.“
4. „Doch dir, nicht minder liebes Kind,
Dir sei der Pflug gegeben:
Im Tal, wo stille Hütten sind,
Dort magst du friedlich leben.“
5. So starb der lebensmüde Greis,
Als er sein Gut vergehen;
Die Söhne hielten das GeheißTreu durch ihr ganzes Leben.
6. Doch sprecht, was ward denn aus dem Stahl,Dem Schlosse und dem Krieger?
Was ward denn aus dem stillen Tal,
Was aus dem schwachen Pflüger?
7. 0 fragt nicht nach der Sage Ziel!
Euch künden rings die Gauen:
Der Berg ist wüst, das Schloß zerfiel,
Das Schwert ist längst zerhauen.
8. Doch liegt das Tal voll HerrlichkeitIm lichten Sonnenschiinmer,
Da wächst und reift es weit und breit;
Man ehrt den Pflug noch immer. (Wolfg. Müller.)
29. Die drei Zigeuner.
1. Drei Zigeuner fand ich einmalLiegen an einer Weide,
Als mein Fuhrwerk mit müder QualSchlich durch die sandige Heide.
2. Hielt der eine für sich alleinIn den Händen die Fiedel,
Spielte, um glüht vorn Abendschein,
Sich ein feuriges Liedei.