Band 
Dritter Teil.
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68. Beim Scheiden des Frühlings.

1. Bist so traurig im Gemüte,

Schaust umher so bang und still,

Weil der Lenz mit Duft und BlüteVon der Erde scheiden will.

2. Überlaß dich nicht den Schmerzen!

Ob die Frühlingswelt Verblüht,

Frühling kann es doch im Herzen,

Frühling bleiben im Gemüt!

3. Ist das Herz vorn rechten Schlage,

Blüh’n ihm Blumen allerwärts,

Frühlingsluft weht alle Tage

Durch ein gutes Menschenherz. (j. j. Bänninger.)

69. Morgenlied.

1. Es taget in dem Osten,

Es taget überall.

Erwacht ist schon die Lerche,

Erwacht die Nachtigall.

2. Wie sich die Wolken rötenAm jungen Sonnenstrahl!

Hell wird des Waldes WipfelUnd licht das graue Tal.

3. Die Blumen richten wiederEmpor ihr Angesicht,

Mit Tränen auf den WangenSchaun sie ins Sonnenlicht.

4. Und könnt’ ein herbes LeidenJe trüben deinen Mut:

Schau hoffend auf zum Himmel,

Wie’s heut’ die Blume tut.