Band 
Fünfter Teil.
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feine geistigen Fähigkeiten würden sich dann nicht zum Wähle derMitmenschen entfaltet haben. Doch das Schicksal hatte es bester

gefügt.

Eine Anzahl wohldenkender Männer in Verbindung mit dergroßen Wohltäterin Basels, der Gesellschaft des Guten und Ge-meinnützigen, legten die Mittel zusammen, um den talentvollenJüngling an der Hochschule wissenschaftliche Studien genießen zuinssen. Unter ausgezeichneten Lehrern studierte der junge Schmidlinnun Mathematik, Volkswirtschaftslehre und Geschichte, wobei ersich durch außergewöhnliche Auffassungsgabe und gründliches Ver-händnis auszeichnete. Auch unter den Studiengenossen errang erHch durch sein natürliches, geselliges, heiteres Wesen, seinen klarenverstand und seine glänzende Rednergabe schnell die höchsteAchtung. Schmidlin wollte Lehrer werden. Schon als Studenterteilte er als Vikar an der damaligen Realschule und am GymnasiumUnterricht in Geometrie und Rechnen. Da er zudem gezwungenmar, durch Erteilen möglichst vieler Privatstunden Geld zu ver-dienen, war es ihm nicht möglich, seine Studien fortzusetzen. Dochwollte er noch die französische Sprache gründlich erlernen, und sosuchte er bald um einen Urlaub nach und beendigte dann, wiederunterstützt von edlen Basier Familien, seine Studien in Lausanne,^enf und Lyon.

Mit tüchtigem geistigen Rüstzeug versehen, setzte er nach derRückkehr sein Lehramt am Gymnasium fort, wo er 1837Hilfslehrer und später Hauptlehrer wurde. Er lehrte hauptsäch-'ch Mathematik. Und mit welcher Klarheit und Deutlichkeitgeschah dies! Sein freundliches Wesen, das gegenüber Näch-tigen zum strafenden Ernst wurde, gewann ihm sofort die Herzen>emer Schüler, und diese dachten noch in späten Jahren dankbar anMen Lehrer zurück. Während seiner Tätigkeit am Gymnasium"Ul er zur Überzeugung, daß eine gründliche allgemeine Bildung^uch ohne die alten Sprachen möglich sei. Eine stärkere Berück-l'chtigung der modernen Sprachen, der Mathematik, der Natur-wissenschaften und der Geographie sei namentlich für solche anze-igt, die sich später dem Gewerbe, dem Handel, der Industrie,