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Jetzt ist die Zahl der Dampfschiffe so groß, daß jeder bedeutendeFluß, der dem Verkehre dient, seine Dampfboote hat und die Meerevon Dampfschiffen durchschnitten werden. Die erste Form derDampfschiffe war die der Räderschiffe mit Schaufelrädern zubeiden Seiten. Später baute man die Schraubendampfer. In8 Tagen machen jetzt die deutschen Postdampfer regelmäßig ihreFahrt über den Atlantischen Ozean, und mit Benutzung derPacificbahn können wir in 14—18 Tagen an der Küste desStillen Ozeans sein. Nehmen wir von Sän Francisko aus denWeg mit einem Dampfer über Japan, China und Indien durchden Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal, derein Haupttor des Weltverkehrs geworden ist, so können wir in64 Tagen rund um die Erde reisen, seit Vollendung der sibiri-schen Bahn schon in 33 Tagen. Die Reise geht von Berlinüber Petersburg, Wladiwostock, Sän Francisko, New Dock undBremen nach Berlin zurück. Wie die Schnelligkeit der Eisenbahn-züge von Jahr zu Jahr zugenommen hat, so eiferten auch dieseefahrenden Völker in der Schnelligkeit ihrer Dampfer. DerDoppelschrauben-Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm der Große",als größtes Schiff der Welt am 4. Mai 1897 auf der Werft„Vulkan" bei Stettin vom Stapel gelassen, macht die Fahrt vonBremen nach New Iork fast in fünf Tagen, und doch hat derKoloß eine Länge von 198 in, übertrifft also, aufrecht gestellt,die Türme des Kölner Doms noch um 42 , den Turm des UlmerMünsters, des höchsten Kirchengebäudes der Welt, noch um 36 m.Er verdrängt 20000 t Wasser, verbraucht täglich 500 t Kohlenund kann außer seiner Besatzung von 450 Köpfen noch 1540Paffagiere beherbergen. Dennoch legt er mit seiner Maschinen-kraft von 30000 Pferdestärken in der Stunde über 40 krn zurück,also mehr, als ein Personenzug in derselben Zeit überwindenkann. Inzwischen ist seine Größe und Leistungsfähigkeit voneinem andern deutschen Schiffe, das den Namen „Deutschland"führt, noch übertroffen worden.
4. So hat der Dampf die Entfernungen auf der Erde immermehr verringert. Aber schon tritt eine neue Kraft über die