Band 
Fünfter Teil.
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und andre. In Harnische gekleidet von feinem Drahtgeflecht, überdecktmit glänzendem Wappenkleide, waren diese auf guten Pferde»ihrem geliebten Grafen über die hohen Alpenpässe gefolgt. Sowar auch Graf Werner von Homburg ins Feld gezogen mit seinemKaiser, und durch wunderbare Heldentaten hatte er sich als nochjunger Mann über vornehme Fürsten erhoben und war vom Kaiserzum obersten Kriegsherrn der Lombardei gemacht worden. DieBücher der Italiener erzählen es, wie Graf Werner unermüdlichund unwiderstehlich mit seinen Deutschen die italienischen Heeregeschlagen, ihre Städte genommen und tapfere Anführer vomPferde in den Staub geschlagen hat. In ergreifenden Liedernwurden seine Taten besungen, als er noch in jungen Jahren vorGenua starb. Er selber hat auch im Lager und auf seinen ReisenLieder gedichtet, Minnelieder, die man noch heute gern liest.

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Auf der hohen Farnsburg waltete Graf Simon von Tierstein.Als das Erdbeben einen Teil seines Schlosses über die Felsenhinabgeworfen hatte, schenkte ihm sein Oheim Ludwig zu Baselgroße Summen, um das väterliche Haus zu einer doppelten, demFeind unzugänglichen Burg auszubauen. Gewaltige Türme er-hoben sich, und die Mauern schienen für die Ewigkeit gebaut.Gräfin Verena erbte von ihrem Bruder die Grafschaft Buchs-gau und Burgen und Städte an der Aare. Vier Söhne und fünfTöchter füllten das Haus mit frohem Leben. Nach dem Todeihres Mannes, der manchen Krieg geführt, manches Gut anRitter und Knechte wie an Klöster verliehen hatte und mit demKaiser in ferne Länder gezogen war, lebte sie noch zwanzig Jahrevls Witwe in der Burg.

Die Frau regierte mit fester Hand; sie sorgte für ihre Unter-tanen in den Dörfern wie für ihr eigenes Gesinde. Einer Magdschenkte sie für treue Dienste eine schöne Matte; mit den Städtenverhandelte sie mit Weisheit, und den Untertanen vergütete sieden im Krieg erlittenen Schaden. Sie erlebte es nicht mehr,wie ihr ganzer Reichtum durch ihre Großtochter an ein fremdes