Band 
Fünfter Teil.
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wenn er merkt, daß der Erfolg unsicher, das Wagnis gefährlichund schlimme Folgen fast unausbleiblich sind.

Durch reifliche Überlegung erleichtert man sich aber auchganz wesentlich die Durchführung eines Unternehmens und gelangtsicher ans Ziel. Wer mit Überlegung handelt, macht sich dasZiel, den Weg, die einzelnen Mittel vor der Tat klar; er kanndaher planmäßig auf sein Ziel lossteuern, und wenn ihm Schwierig-keiten begegnen, so hat er sie vielfach bereits erwogen und überlegt,wie sie zu beseitigen seien. Wer dagegen ohne Überlegung vorgeht,verläßt sich lediglich auf sein gut Glück und kann leicht inSituationen kommen, denen er nicht mehr gewachsen ist.

Reifliche Überlegung ist endlich auch deshalb zu empfehlen,weil wir dadurch schlimmen Folgen leichter vorbeugen können. Esgeht nicht immer alles so, wie man denkt, und geht eine Sacheanders als man gedacht, dann ist der im Vorteil, der zuvor seineHandlung reiflich erwogen hat. Er kann dann leichter den etwaigenschlimmen Folgen vorbeugen als derjenige, der unvorbereitet vonihnen überrascht wird, und kann sich noch glimpflich aus dem Handelziehen, der dem andern schwere Verluste bringt. So ergibt sichaus all dem Gesagten, daß reifliche Überlegung in wichtigen Ange-legenheiten in der Tat zu empfehlen ist.

Freilich, wo Gefahr auf Verzug ist, da darf man nichtlange zögern und wägen, da heißt es: mutig wagen und denAusgang Gott überlassen. Wo aber die Sache nicht so eilig ist,da wird es stets richtiger sein, wenn wir dem Sprichwort folgen:Erst bestnn's, dann beginn's! «Max Schießt.)

73. Die Entstehung der Familiennamen.

Gar mancher fragt sich wohl: „Warum muß ich just so undnicht anders heißen?" Er trägt aschblondes Haar und hat lichteGesichtsfarbe, und doch heißt er „Schwarz" oder „Braun". Einanderer ist von auffallend kleiner Statur und muß sich doch vonjedermann „Groß" oder „Lange" oder ähnlich nennen lassen.Der Name paßt „wie die Faust aufs Auge". Aber wir alle