Band 
Fünfter Teil.
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Sänge wünschte die Mutter daher sich ein Mädchen im Hause,Das mit der Hand nicht allein, das auch mit dem Herzen ihr hülfeAn der Tochter Statt, der leider frühe Verlornen.

^un, als ich heut' am Wagen dich sah in froher Gewandtheit,

5 Sah die Stärke des Arms und die volle Gesundheit der Glieder,Als jch die Worte vernahm, die verständigen, war ich betroffen,Und ich eilte nach Hause, den Eltern und Freunden die FremdeRühmend nach ihrem Verdienst. Nun komm' ich dir aber zu sagen.Was sie wünschen wie ich. — Verzeih mir die stotternde Rede."

30 „Scheuet Euch nicht," so sagte sie drauf, „das weitre zu sprechen;2>hr beleidigt mich nicht, ich hab' es dankbar empfunden.

Sagt es nur g'rad heraus, mich kann das Wort nicht erschrecken °.fingen möchtet Ihr mich als Magd für Vater und Mutter,

Jr versehen das Haus, das wohlerhalten Euch dasteht;

0 Und Ihr glaubet an mir ein tüchtiges Mädchen zu finden,

Zu der Arbeit geschickt und nicht von rohem Gemüte.

Euer Antrag war kurz; so soll die Antwort auch kurz sein.

Zu, ich gehe mit Euch und folge dem Rufe des Schicksals.

^ Weine Pflicht ist erfüllt, ich habe die Wöchnerin wiederZu den Ihren gebracht, sie freuen sich alle der Rettung;

Schon sind die meisten beisammen, die übrigen werden sich finden.Alle denken gewiß, in kurzen Tagen zur Heimatwiederzukehren; so pflegt sich stets der Vertriebne zu schmeicheln.^ Aber ich täusche mich nicht mit leichter Hoffnung in diesentraurigen Tagen, die uns noch traurige Tage versprechen;

Denn gelöst sind die Bande der Welt; wer knüpfet sie wiederAls allein nur die Not, die höchste, die uns bevorsteht!

Kann ich im Hause des würdigen Manns mich, dienend, ernähren,^ Unter den Augen der trefflichen Frau, so tu' ich es gerne;

Denn ein wanderndes Mädchen ist immer von schwankendem Rufe.Za, ich gehe mit Euch, sobald ich die Krüge den FreundenWiedergebracht und noch mir den Segen der Guten erbeten.Kommt! Ihr müsset sie sehen und mich von ihnen empfangen."

^ Fröhlich hörte der Jüngling des willigen Mädchens Entschließ-Zweifelnd, ob er ihr nun die Wahrheit sollte gestehen. jung.

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