Band 
Fünfter Teil.
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Nicht das Wort der Diplomaten,

Alter Pergamente Pracht,

Nur ein Volk, das lebt in Taten,Leiht zum Leben uns die Macht.

3. Was sind Schwüre, was sind Bünde,Wenn der große Krieg entbrennt?

Kraft, Geschick und FeuerschlündeSind ein hilfreich Sakrament!

Sempachs Banner laßt entfaltenUnd in blut'gen Zeichen sehn:

Gott will unser Volk erhalten.Wenn im Kampfe wir bestehn!

4. Wappnet, Männer, übet, Frauen,

Arm und Auge, Herz und Hand:

Trotzig muß Helvetia schauen,

Freiheit hat gar schweren Stand!

Drum vom Alpen-Silberwalle

Zu des Rheines grünem Strand:

Jeder faß' ein Herz für alle.

Für ein freies Schweizerland!

(älb. Vögtlin.)

216. Altschweizerisches Vemrerlied. 1 )

1. Es strömt von allen EndenDas kühne Volk daherUnd hebt in starken HändenDie blankgeschliff'ne Wehr.

Ich aber mittendrin.

Der ich ihr Venner bin. -rWie wird mir doch zu Mute,Wie gärt in meinem BluteSo kampfesheißer Sinn.

2. Vor dir, o Bannerseide,Hat oft der Feind gebebtUnd ist auf grüner WeideWie Spreu im Wind verschwebt;Doch trug mit ManneskraftAuch mancher deinen SchaftHindurch durch Schwert undDen jäh im Waffentanze fLanze,Der Tod dahingerafft.

') Ahd. faneri, mhd. vaner, vener, venre Fahnenträger, Fähnrich.